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Die Chronik der Teutonen

"Lange liess der Abgesandte seinen Blick über die Ländereien des Königs schweifen. Hier also sollte der mächtige Orden zuhause sein? In einem Land aus kargem Fels, Wäldern und Wasserfällen? Wo waren die prunkvollen Bauten, von denen man im Süden erzählte? Wo waren die Heere von Rittern, die in schillernden Rüstungen mit Bannern an ihren Lanzen durch das Land zogen? Er blickte den König zweifelnd an und seine braunen Augen forschten im belustigten Gesicht des Monarchen. "Ist dies das Reich das ihr mir zeigen wolltet? Das Reich das allen Stürmen trotzte und seit Anbeginn besteht? Wo sind die Burgen, die ihr zur Verteidigung braucht, wo sind die tausend Ritter und Soldaten? Ich sehe nur wildes Land." Der König sog die frische Luft ein und blickte auf einen rauschenden Bach als er anfing zu sprechen, ohne den Abgesandten anzusehen. "Ihr seht nur das, was Teutonias raue Haut ist, ehrenwerter Ambassador. Seine Muskeln sind die Brüder und Schwestern, die jeden Tag im Schweisse ihres Angesichtes unsere Felder bestellen und ihnen abringen was wir zum Leben brauchen. Und die tapferen Ritter, auch wenn es lang nicht so viele sind wie es die Legenden behaupten. Sie verteidigen unser Land und werden deswegen geschätzt und in Ehren gehalten. Einer von ihnen ist so viel wert wie 100 Soldaten des Imperators. Teutonias Herz ist Palanthas, die Stadt der vielen Türme. Dort schlägt der Puls des Reiches und sein Ruhm wirkt weit über seine Mauern und die Grenzen Teutonias hinaus. Dies Herz schlägt stark und gleichmässig seit vielen hundert Jahren und es bedarf keines weiteren Herzens wenn das eine kräftig und ausdauernd ist. Die Seele Teutonias aber ist mehr als dies alles sie ist das einzige was es zu dem macht was es ist und es zusammenhält. Die Seele unseres Reiches sind unsere Tugenden. Ehre, Tapferkeit und Loyalität. Ohne sie zerfällt das ewige in wenigen Augenblicken. Doch wenn sie aufrecht erhalten werden, geben sie uns eine Stärke jenseits von riesigen Heeren, prächtigen Burgen und Truhen voll Gold. Und selbst wenn Teutonia nichts wäre ausser einem Haufen Sand unter dem ewigen Himmel, wenn nur ein Teutone lebt und die Tugenden fortführt und erhält, wird Teutonias Ruhm mächtiger sein als jedes Imperium."


Die Allianz "Die Teutonen" blickt auf eine lange und wechselhafte Geschichte in der Welt von The Arena zurück. Um genau zu sein auf die längste aller Geschichten.
Die Teutonen wurden irgendwann in grauer Vorzeit (muss so Ende Januar 2002 gewesen sein) vom Imperator Painkiller höchst persönlich als zweite Allianz des Spieles gegründet (an die erste kann sich niemand mehr erinnern) und sind heute die älteste noch existierende Allianz der Arena.
Auch wenn die Teutonen nicht immer unter den mächtigsten und bekanntesten der Reiche geführt wurden, so waren sie doch immer eine beständige und verlässliche Kraft auf der Seite des Guten.

Aus der Zeit in der König Painkiller herrschte sind nur noch fragmentartige Überlieferungen bekannt. Nur wenige erinnern sich an diese Zeit und stehen noch heute im Dienste der Krone. Zu diesen alten Kämpfern gehören z.B. Rubefactor Harenae, Garth1982 und der derzeit amtierende König Rampage. Etwas später kam Gammler dazu. Man sagt, dass zu dieser Zeit bereits einige der ältesten Bündnisse der Teutonen mit anderen Allianzen geknüpft wurden. Zu diesen sollen das Handelsreich Excalibur und die Scorpions gehört haben. Das Bündniss zwischen Scorpions und Teutonen ist also ein der ältesten noch bestehenden Abkommen die je in tA getroffen worden sind.

Später kamen noch andere langjährige Bündnisse dazu, die die Entwicklung der Allianz in ihrer Gesinnung und aussenpolitischen ausrichtung stark beeinflusst haben. Hier sei vor allem der Orden der Rose genannt und natürlich die ollen Bayern.

Bevor die Kriege in das Spiel integriert wurden, war schon klar in welche Richtung die Teutonen tendieren würden für den Fall dass sie sich im Krieg für eine Seite entscheiden müssten. Dennoch war es zunächst oberste Prämisse der teutonischen Aussenpoitik, keine Kriege zu führen. Es wurdem vorerst nur Verteidigungsmissionen bei Bündnisspartnern und befreundeten Allianzen durchgeführt und diese auch immer nur nach eingehender Prüfung der Umstände. Ein Angriffskrieg war für die Teutonen anfangs undenkbar.

In der Regierungszeit des Königs VaterAbraham, wurden dann die Rufe nach einer ausgedehnteren Kriegsführung, auch zu präventiven Zwecken immer lauter. Nach einer entsprechenden Abstimmung wurde schliesslich der Weg für eine offenere Aussenpolitik frei gemacht. Nachdem VaterAbraham auf Grund dessen, dass er dem Staat mit der Waffe dienen musste immer weniger aktiv sein konnte, übernahm Lightness grösstenteils die Leitung der Allianz und stellte die Weichen für die heutige Aussenpolitik der Teutonen. Ihr Eifer und ihre charmante Arbeitswut ist sicherlich noch einigen im Gedächtnis ("Ich hab 8 ICQ-Fenster offen, ich glaube ich muss eins zu machen.. nee doch nicht"). Irgendwann in dieser Zeit fusionierte die Allianz "Neros Rächer" komplett zu den Teutonen, was einen gewissen Aufschwung mit sich brachte.

Es folgte die Zeit in der nicht nur die Teutonen, sondern ganz TA von einer widerwärtigen Seuche heimgesucht wurden. WoW. Viele altgediente Spieler wanderten zu dem neuen Spiel ab und viele gingen im Zuge der darauf folgenden Verweisung der Foren und Chats. Es starben Allianzen, aber auch neue wurden geboren. Zunehmend bildeten sich Fronten aus den Trümmern der Welt von tA und die Teutonen waren hin und her gerissen. Aber noch immer kam es für sie nicht in Frage ihre Freiheit für den Beitritt zu einer Meta aufzugeben. Daher blieb man unter sich und dümpelte lange Zeit in der Bedeutungslosigkeit dahin. Auch Lightness, die zwar nie offizielles SO der Teutonen gewesen war, aber stets wie eins handelte, ging. Und so mussten die Teutonen einen neuen Anführer wählen. In der folgenden Wahl konnte sich Rampage knapp vor Porreefuzius als neuer König der Teutonen durchsetzen und regiert seit dieser Zeit die Allianz. (Mal ehrlich wir alle haben doch das Gefühl das Rampage schon immer König der Teutonen war, oder?)

Viele der alten Minister der Teutonen verliessen in dieser Zeit das Spiel. Darunter AoD, Lightness, Jazz_min und Gigelf. Etwas früher schon. Namen die die Teutonen nie vergessen werden.
Es gab aber auch Dinge, die bei den Teutonen immer Bestand hatten. Zum Beispiel die von Nighthawk, einem der ersten Teutonen, gegründete RPG-Kneipe "Zum zerbrochenen Schwert". Nachdem sie lange leer stand, aber nie abgerissen wurde, übernahm Porreefuzius die Kneipe, die heute von Romol dem Wirt geführt wird. Viele gute Freundschaften wurden hier geschlossen die noch heute halten.

In den folgenden, recht kargen Jahren, konnte sich aus dem Gemisch von Teutonen und Neros Rächern eine neue Führungsspitze herauskristallisieren. Die nun als Kronrat bekannte Spitze der Teutonen blieb im wesentlichen, mit kleinen Veränderungen bis heute bestehen.

Die Politik wurde auf Druck aus dem Volke von nun an kriegsbetonter. Die Allianz nahm häufiger an Angriffsmissionen teil und wurde auch selbst häufig Ziel der bösen Mächte. Aber im wesentlichen passierte die nächsten Jahre nicht viel.

Erst im letzten Jahr wurde von den Ministern und dem König eine starke Rekrutierungsoffensive gestartet, die die Anzahl der Teutonen wieder in die Höhe schnellen liess. Es folgten teils gut geplante, teil spontane Aktionen im TAF und es dauerte nicht lange bis das Forum wieder aufblühte und Leben in die Stadt Palanthas einzog. Mit dem Erfolg wuchs aber auch das Bedürfnis einiger Teutonen noch mehr Macht zu erlangen und nach einer fruchtlosen Diskussion über die Liberalisierung der Aussenpolitik spaltete sich eine Gruppe von Teutonen ab und lebte in der neu erstandenen Allianz "Furor Teutonicus" aus, was ihnen auf Grund der strengen Vorgaben der Teutonen zuhause nicht erlaubt war. Es wurden als ein paar Intrigen geschmiedet und ein paar Rundumschläge verteilt. Es dauerte ein gutes Viertel Jahr, bis die Furor Teutonen mit einer grossen Anzahl von Kriegern wieder in Palanthas einzogen und ehrenhaft in die Reihen der Ritterschaft zurückkehrten.
Seit diesem Tag erblüht Teutonia von neuem. Wie schon so viele Male zuvor, ensteht das Reich aus der Asche einer schweren Zeit und zeigt Flagge an der Seite seiner Verbündeten. Viele Allianzen starben, viele kamen wieder, aber keine war so lange da und trotzte den Widrigkeiten der Zeit so sehr wie die Teutonen. Wir werden alles dafür geben, dass so lange dieses Spiel besteht, die Teutonen immer ein Teil des Ganzen sein werden.

Porreefuzius



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Autor: Gastautor

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