Der Goetterbote - bestens informiert mit Hermes

  • Redakteure
  • Conquerus
  • drakonia
  • Ivan der Schreckliche
  • Lara-Sophia
  • Painlady
  • Polska
  • Porreefuzius
  • Priscylla
  • Rael_Steinbrecher
  • SirHenry_II
  • Tirgatao

Was haben Camping und Götterbote gemeinsam?

Und wieder ist ein Monat vorbei...
Die Zeit vergeht besonders schnell, wenn in meinem Terminkalender sich ständig wiederholende terminliche Intervalle die Klinke in die Hand geben und die Auftragslage gut ist.

Jedoch ist für mich mittlerweile das Monatsende eine feste Konstante, der Götterbote muss erscheinen. Ich schreibe jetzt absichtlich muss, denn die Arbeit für den Boten gehört zu einem selbstverständlichen Bestandteil meiner Tagesabläufe. Sicher nicht jeden Tag, jedoch benötigt der Bote eine Menge Zeit. Die Artikel schreiben ist da der kleinste Bestandteil meiner eigentlichen Tätigkeit. Sie wiederholt sich jedoch ständig und ist dennoch immer wieder anders, jedes Mal steigt der Adrenalinspiegel in die Höhe, am letzten Tag vorm Erscheinen sind vier und mehr Stunden nur Götterbote angesagt. Der Abend bis weit in die Nacht hinein gehört Hermes, kontinuierlich, und jeden Monat wiederkehrend.

Sich ständig wiederholende Tätigkeiten, ja fast Rituale, die von vielen, auch von mir gepflegt werden, wie die nun seit Januar diesen Jahres die Arbeit des Götterboten, ist ein ganz bestimmter Deichbesuch. Manche von Euch werden wissen, dass ich da wohne wo andere ihren Urlaub machen, nämlich an der Nordseeküste. Zu einem sich ständig wiederholenden Ritual sind für mich die frühsommerlichen Deichbesuche geworden. Nicht dass ich sonst nicht an den Deich fahre, nein, ich fahre nur aus einem anderen Grund an den Deich, ich beobachte, auf einer Bank sitzend, die Touristen.

Das kann man sich nun so vorstellen, ich sitze mitten auf der Deichkuppe, am liebsten auf einer Bank, denn im Frühsommer beleben einige Kälber und Färsen den Deich und ich mag nicht so gerne die neugierigen Viecher ständig verscheuchen müssen, bzw. mit deren Stoffwechselprodukten kämpfen müssen. Jedenfalls sitze ich hoch über den Campern am Deich, die Nordsee spiegelt sich in der Abendsonne, große Containerschiffe glitzern im Abendrot und pflügen sich durch die Fahrrinne, und die Idylle ist fast perfekt. Wenn keine Saison ist, ist der Deich, der Strand menschenleer und wunderschön! Fast perfekt, weil man bei genauerem Hinsehen lässt sich etwas wirklich Kurioses beobachten schaut man sich die Camper etwas genauer hin. Das erste Mal, als ich diese bewusste Beobachtung gemacht habe, musste ich gleich zweimal hinschauen um zu begreifen was genau ich da erblicke um es wirklich ganz zu begreifen!

Man stelle sich vor, ein kleiner Platz auf dem Campingplatz gemietet zu haben. Dann grenzt man \"seinen\" Platz ein, nachdem der Wohnwagen, die zwei mal zwei Meter Zuhause aufgestellt wurden, und der Urlaub beginnt. Der Urlaub beginnt, indem man die Grenzen recht deutlich zieht, einen Zaun bisweilen aufstellt, den man streicht, einen Weg pflastert und Rasen sät. Blumenkästen mit Geranien und fleißigen Lieschen bepflanzt und an den Zaun hängt, die Fenster des mobilen Zuhause von Außen verschönert und sich damit deutlich von den Nachbarn abgrenzt. Die haben ihre Kästen nämlich mit Begonien bepflanzt. Dann, (und an dieser Stelle frage ich mich, ob dieses Phänomen auch so typisch deutsch ist wie die \"Handtuchreservierung\" des Liegestuhls am Strand), doch dann holt man seinen mitgebrachten Rasenmäher heraus und mäht seinen ein-auf-ein Quadratmeter großen Rasen.

Ich sitze gespannt auf meiner Bank und schaue hinunter auf die Kolonie der Camper, die, die ohne Geranien, TV und Rasen mähen, Grillen und sich von Nachbarn abgrenzen auch in der schönsten Zeit des Jahres nicht trennen können. Ich staune jedes Jahr über die Einfälle, die Kreativität, das Durchhaltevermögen dieser Menschen, der Camper. Die Sehnsucht nach Freiheit, die sie mit ihrem mobilen Wohnhaus leben und dafür eine Enge in Kauf nehmen, die jedwede Privatsphäre quasi unmöglich macht. Dicht auf dicht, in abgegrenzten, fahrbaren Käfigen, die Freiheit genießen und jedes Jahr aufs neue Grenzen setzen, ziehen und die Rituale pflegen, die man entweder Zuhause benötigt um glücklich zu sein oder Rituale nachgehen zu können, die einem die Stadtwohnung nicht erlaubt, wie einen Rasen mähen, vor den eigenen vier Wänden, und sei er noch so klein.

Touristen anschauen und Götterbote sind also eine feste Konstante in meinem Leben geworden. Das Frühsommerliche \"an den Deich fahren und Touristen bestaunen\" ist ein geliebtes Ritual von mir inzwischen geworden.

Ich gebe auch ganz freimütig zu, andre fahren in den Zoo, ich an den Deich und genieße. Jedem Tierchen eben sein Pläsierchen, in diesem Sinne, der Deich ist fällig und die nächste Ausgabe des Götterboten kommt bestimmt.

In diesem Sinne, euch allen einen schönen Monat Juni,
mfg, Lara-Sophia



Nach oben

Autor: Lara-Sophia

Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05.
Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon die Allianzen in denen meine Gladiatorin zu Hause war.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Spammen ist besonders während großem beruflichem Stress genial.
TA spiele ich weil mich mein Sohn dazu regelrecht überreden musste.
In meinem RL bin ich selbstständig.

Ein herzliches Dankeschön an Rap Junkie für meinen neuen Avatar und meinen genialen Banner!

Druckversion





Wir suchen Redakteure

www.the-arena.de