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Mythen und Götter der Antike: die Unterwelt
Die Unterwelt
Die Unterwelt war der Ort in dem Glauben vieler antiker Vökler, ich betrachte hier jetzt die Griechen und Römer, an dem die Toten verweilten. Die Seelen der Verstorbenen stiegen in die Unterwelt hinab, zu der sie von einem Fährmann, Charon, über einen der Totenflüsse gebracht wurden. Charon verlangt hierfür eine Entlohnung. Diese trägt man bei sich, wenn man von der Familie bei der Beisetzung des Körpers, ein Goldstück unter die Zunge gelegt bekommen hat oder zwei Goldstücke, je eines auf ein Auge.
Kann man diesen Lohn nicht zahlen, muss man hundert Jahre warten und die Zeit arbeiten lassen, denn nach hundert Jahren setzt Charon auch diese Seelen in die Unterwelt hinüber.
Kein Sterblicher sollte je den Hades, ein Name der Unterwelt, lebend betreten können. Auch sollte ihn nie jemand verlassen können, dessen unsterbliche Seele hier eingefunden hatte.
Die Unterwelt war von vier Flüssen umgeben: Acheron, Phlegton, Styx und Kokytos
Fast jeder gestorbene Sterbliche kam in den Hades, nur wenigen gelang es durch ihre hervorragenden Taten in den Olymp aufgenommen und vergöttlicht zu werden.
Doch der Hades ist nicht an allen Orten gleich: Es gibt den Ort der Qualen und Leiden, den Tartaros. Dort verbrachten diejenigen die Ewigkeit, die sich zu Lebzeiten große Strafe der Götter eingehandelt hatten und nun für diese gestraft wurden.
Dem gegenüber gab es natürlich auch solche Gefilde, die als Belohnung für die Taten im Leben anstanden: die Inseln Elysion
Die im Hades lebenden Seelen waren nicht gestaltlich sondern Schatten. Ihre Gesichter konnte man kaum erkennen, so dass es denjenigen, die tatsächlich den Hades gestaltlich und lebend durchquerten, schwer wurde ihre Verstorbenen wieder zu finden. Das bekannteste Beispiel ist Orpheus, der in den Hades hinabstieg, um seine geliebte und zu früh verstorbene Euridike von dort wieder holen wollte. Der Herr der Unterwelt, der Gott Pluto (röm.) oder Hades (gr.) erlaubte Orpheus diese Suche und unter verschiedenen Bedingungen auch, dass er seine Geliebte wieder mit sich nehmen konnte. Euridike blieb jedoch in der Unterwelt, da Orpheus seinen Versprechungen Hades gegenüber nicht nachkam.
Der Herrscher der Unterwelt, Hades, ist ein strenger und unerbittlicher Gott. Er hasst sowohl die Götter als auch die Menschen. Nur selten verlässt er die Unterwelt und er wird von den Menschen nur bittend angebetet, denn Freunschaften kennt Hades nicht.
Hades, ein Bruder des Götterfürsten Zeus (gr.) oder Jupiter (röm.), war ein einsamer Gott, denn er schaffte es nicht eine Frau dazu zu bewegen zu ihm in den Hades zu steigen und sich seiner anzunehmen. Keine Göttin wollte ihren Fuß in die Unterwelt setzen und dort ihre Zeit verbringen.
Nun fand er schließlich Kore, die bereits von seinem Bruder Zeus geschwängert worden war und diesem ein Kind geboren hatte, und verliebte sich in sie. Hades bat Zeus, dass er Kore zur Fraue nehmen dürfe. Doch wusste Zeus, dass Kore die sonnigen Gefilde liebte und freiwillig nicht zu Hades in die sonnenlose Unterwelt steigen würde. So lehnte Zeus weder ab, noch stimmte er zu.
Hades sah dies jedoch als Zustimmung an und entführte Kore. Ihre Hilfeschreie wurden von Zeus zwar gehört aber nicht beachtet.
Von da an wurde Kore Persephone genannt.
Demeter, die Mutter Kores, erfuhr von dieser Entführung ihrer Tochter in die Unterwelt. Sie war so entzürnt darüber, dass sie die Götter verließ und ihr Wirken beendete. Sie, die Mutter der Natur und des Wachstums brachte die Natur dazu zu veröden und die Pflanzen zum sterben. Das wiederum betrübte und erzürnte die anderen Götter, so dass diese schließlich bei Zeus für Demeter und ihre Tochter Fürsprache hielten. Demeter bestand darauf, dass Kore wieder zurück kehren dürfe und Zeus versprach es der Kompromiss-unbereiten Demeter. Seine Bedingung war jedoch, dass Kore noch nichts in der Unterwelt gegessen haben sollte.
So stiegen Zeus und Demeter in die Unterwelt und befragten Hades und Kore, ob Kore etwas gegessen habe. beide verneinten doch einer der Unterweltsdämonen sagte und beschwor, er habe gesehen, dass Kore vier Kerne eines Granatapfels gegessen habe.
Hades verlangte nun also dass Persephone bei ihm bleiben sollte, Zeus jedoch entschied, dass vier Kerne keine Mahlzeit seien. Jedoch musste ein Kompromiss eingegangen werden: Persephone durfte acht Monate im Jahr außerhalb des Hades leben, vier Monate jedoch sollte sie bei ihrem Manne verbringen. Die Zeit, in der Persephone nicht bei ihrer Mutter Demeter verbringt, ist diese traurig und keine Pflanze gedeiht - es ist Winter. Die acht Monate, in denen ihre Tochter jedoch bei ihr ist, blüht und grünt es überall.
Die Verbindung von Persephone und Hades bliebt jedoch unfruchtbar.
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Autor: Priscylla

Seit Februar 2007 bin ich Amazone, seit März des gleichen Jahres spiele ich TA.
Im RL wie auch bei TA bin ich begeisterte Rollenspielerin.
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