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Liebesglück durch TA

1000 Mal berührt. 1000 Mal ist nichts passiert...

Die Geschichte dieser beiden Liebenden ist eine Geschichte, die ganz harmlos begann. Beide Verliebten, Heinrich der VIII* und Isabela von Aquitanien*, sind alt eingesessene Gladiatoren bei TA. Vor drei Jahren nahm das Schicksal seinen Lauf: Heinrich, damals wie heute ein renommierter und sehr bekannter Gladiator, tobte sich im TAF aus - Isabela wurde dort zum ersten Mal auf ihn aufmerksam. Eine angestrebte Zusammenarbeit ihrer beider Allianzen tat ihr übriges, um einen Kontakt herzustellen. Seine intelligente Art, 10 Seiten innerhalb eines Threads zu lesen, diesen dann kurz und knapp zusammenzufassen - um dann mit einem ironischen Kommentar zu kontern, hatte ihr gefallen. Der Kontakt zueinander begann im ICQ. Man hatte sich viel zu sagen, sprach über Gott und die Welt, später auch über private Dinge. Die Unterhaltungen wurden länger, manche Nacht verging während die beiden vor ihren Computern saßen und diskutierten oder über Gott und die Welt quatschten. Irgendwann wurde den beiden das Tippen zu mühselig. Das Auszusprechende war manches Mal schwer in Worte zu fassen und niederzuschreiben. Und so telefonierten Heinrich und Isabela regelmäßig miteinander, auch hier wieder bis tief in die Nacht hinein.

Isabela wurde neugierig. Sie war interessiert, wer der Mann am anderen Ende der Leitung war. Wer war dieser geheimnisvolle Heinrich, der ihr gefiel, der Humor bewies und der zu einem richtig guten Freund avancierte? Isabela versuchte alles, diesen Mann kennen zu lernen. Sie fragte in regelmäßig, ob er sich nicht mal bei ihr melden wolle, wenn er in der Nähe war, damit man mal gemeinsam einen Kaffee trinken könne. Weiterhin erzählte sie Heinrich, dass eine Freundin von ihr auf Spezialitäten aus einer Stadt im Süden stünde, in welcher er wohnte. Er könnte doch diese Spezialitäten vorbeibringen, denn darüber würde sich diese Freundin wahrlich freuen. Doch Heinrich erwies sich als hartnäckig. Er teilte ihr jedes Mal mit, dass er sich dies überlegen wolle und alsbald war das Thema gewechselt.

An dieser Stelle muss man betonen, dass Heinrich vorsichtig war und ist, was die Vermischung von VL und RL anbelangt. Aus diesem Grund ging er einem RL Kontakt aus dem Weg - ein gebranntes Kind scheut bekanntlich das Feuer. So wurde Isabela für Heinrich eine gute Freundin, die vieles aus einer anderen Perspektive betrachtete und ihm so hilfreich zur Seite stand. Isabela selbst gab dann irgendwann auf. Sie hatte Angst, den guten Freund zu verlieren, wenn sie sich zu hartnäckig erwies und aus dem Grund schaute sie sich anderweitig um. Als Isabela einen neuen Partner hatte, schien es ihr so, als wäre Heinrich erleichtert. Er war nun einmal Single und brauchte eigentlich nichts weiter. Auch die Bemerkung, dass er eine Frau übers Internet nicht wolle, ließ Isabela ihre Gefühle unterdrücken. Sie nahm Abstand von ihren Empfindungen. Doch damit war die Geschichte der Beiden noch lange nicht beendet. Isabela und Heinrich waren weiterhin gute Freunde, die regelmäßig und viel miteinander sprachen. Der Kontakt zueinander riss niemals ab, denn dafür verstanden sich beide einfach zu gut.

Das Treffen der Ehrenlegion in Kaltenberg im Juli 2005 brachte eine schleichende Wende in die Beziehung von Isabela und Heinrich. Heinrich wurde von vielen Seiten förmlich gedrängt zu diesem Treffen zu erscheinen und irgendwann beugte er sich ob des Drucks und verstieß somit gegen seine eigenen Prinzipien, eine Vermischung von VL und RL nicht zuzulassen (Ein Glück für unsere Isabela, dass er nachgab, denn nur so konnte diese Geschichte ein gutes und romantisches Ende finden). Isabela erschien mit Partner auf dem Treffen, wobei dieser die meiste Zeit krank im Zelt verbrachte. Heinrich baute sein Zelt gerade auf, als er das erste Mal mit Isabela ins Gespräch kam. Es war, als würden sich die Beiden schon eine lange Zeit kennen und man verstand sich auf Anhieb prima. Aus Heinrichs Sicht sogar noch besser. ICQ lässt eben persönliche Betonung und Ironie nur unzureichend zu und so muss man dort immer alles viel deutlicher schreiben und beschreiben, als es im realen Leben nötig ist. Auch in Kaltenberg ging ihnen niemals der Gesprächsstoff aus. Erst als die Anderen aufstanden, gingen die Zwei nach einer langen Nacht voller Gespräche ins Bett. Heinrich war, so muss an dieser Stelle betont werden, immer ein Gentleman - denn schließlich war Isabela damals mit einem Partner zusammen und somit tabu. Schließlich ging auch dieses Treffen zu Ende und beide fuhren wieder in ihre Heimatorte zurück.

Isabela war insgesamt ein halbes Jahr mit ihrem Partner zusammen und Heinrich avancierte nach dem Treffen zu ihrem besten Freund. Isabelas Partner sprach häufig mit Heinrich, wenn es Beziehungsprobleme gab und Isabela tat es ihm gleich. So begann der Gute zwischen den Stühlen zu sitzen. Ein großer Fortschritt für die werdende Beziehung der Beiden war jedoch getan und so trafen sie sich immer öfter für Videoabende und sogar einen Musicalbesuch. Isabelas Partner selbst wohnte sehr weit weg, aus diesem Grund führten beide eine Fernbeziehung. Doch Heinrich war stets korrekt und vorbildlich. Er war bis zu diesem Zeitpunkt einfach der beste Freund. Isabela hob diesen Musicalbesuch während unseres Interviews deutlich hervor, denn dieser Besuch war ihr in sehr warmer Erinnerung geblieben. Heinrich hatte sie zu dem Musical eingeladen und sie fragte sich, wie sie zu dem Musical hinkommen solle. So setzte er sich ins Auto und fuhr die Strecke zur ihr, zum Musical, zurück zu ihr und dann wieder nach Hause. Dies waren einige Umwege, die er ohne mit der Wimpern zu zucken auf sich nahm.

Genau an diesem Abend fragte Isabela ihn, ob er nicht doch irgendwann einmal eine Freundin haben wolle. Seine Antwort war diplomatisch wie immer: "Nur, wenn ich die Richtige finde!" Als er später allein im Auto saß, schickte er ihr eine SMS, die sie niemals vergessen hat: "Ich habe mein Herz vor Deiner Haustür vergessen, bitte pass gut darauf auf." Dieses Mal war es jedoch Isabela, die diesen Wink nicht allzu ernst nahm, denn schließlich war sie in festen Händen. Sie wußte zwar bereits zu diesem Zeitpunkt, dass sie mehr für Heinrich empfand, doch wenn man in einer Beziehung ist, ist man treu und verschwendet keinen Gedanken an einen anderen.

Doch langsam ging es mit der Beziehung Isabelas Berg ab. Isabela mußte in dieser Zeit arbeitsbedingt auf eine Messe und hatte kaum Zeit für Telefonate, geschweige denn für ICQ - Gespräche. Irgendwann hatte sie einen wutschnaubenden Heinrich im ICQ, der ihr vorwarf, ihre Freunde zu vernachlässigen. Dies gab ihr zu denken. Heinrich fühlte sich jedoch immer mehr zwischen zwei Parteien gedrängt. Auf der einen Seite beriet er Isabelas Partner, wie er diese zurückgewinnen könnte und auf der anderen Seite hörte er sich Isabelas Sorgen an, ebenso wie all die Dinge, die in der Beziehung schief liefen.

Dann kam der Abend, der die Wende brachte. Isabela hatte den Entschluss, ihrer Beziehung zu ihrem Partner keine weitere Chance mehr einzuräumen, bereits gefasst. Beide, Heinrich und sie, saßen bei einem Glas Wein auf dem Sofa. Isabela gestand ihm ihre Liebe und küßte ihn. Heinrich war überrumpelt - aber sehr angetan. In dem Moment ging auch ihm auf, dass er eigentlich mehr für sie empfand - und doch blieb er weiterhin Gentleman. Er empfand alles Weitere als unrecht, denn schließlich war Isabela noch mit ihrem Partner zusammen. So einigten sich beide darauf, sich erst wieder zu sehen, wenn Isabela die Situation bereinigt hatte.

Und genau das tat sie dann. Beide sind seitdem glücklich vereint. Nach 6 Monaten Fernbeziehung zogen beide in eine gemeinsame Wohnung. Ich habe sie beide getrennt voneinander nach dem romantischsten Erlebnis seitdem gefragt und ihre einhellige Meinung war "gemeinsames Singen im Bett". Die beiden Romantiker stehen in TA zwar nun auf der gleichen Seite, so weichen doch die Allianzkonzepte der Allianzen in denen sie sich befinden in einigen Punkte grundlegend voneinander ab. Doch für beide ist klar, dass TA ein Spiel ist und mit dem Liebesleben und der realen Welt nichts zu tun hat. Verdeutlicht wird das durch einen kleinen Witz, den Heinrich damals machte, als es um eine Botschaft ging, die für Heinrichs Allianz eingerichtet werden sollte. Er nagelte den Schlüssel für besagte Botschaft an das Tor von Isabelas Provinz mit den Worten: "Den brauch ich nicht mehr, das nächste Mal trete ich die Tür einfach ein."

Die beiden sind glücklich! Ich bin glücklich, dass sich über TA ein Paar gefunden hat, welches einander nicht mehr missen möchte. Ihr Weg zueinander war holprig und sehr langwierig. Angefangen hat alles mit einer Freundschaft und fand ihr vorläufiges Ende in einer Beziehung. Es zeigt sich, dass sich Hartnäckigkeit auszahlt. Ich wünsche den Beiden jedenfalls an dieser Stelle weiterhin alles Gute und dass eure Liebe weiter so wächst und gedeiht, wie sie es derzeit tut.

Ich bin sicher, dass es noch mehr Paare gibt, die sich wie Heinrich und Isabela über TA kennen gelernt haben. Meldet euch doch bitte bei den Redakteuren oder bei mir, denn gerne würde ich auch eure Geschichte erzählen.


*Name von der Redaktion geändert.



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Autor: Rael_Steinbrecher

Rael_Steinbrecher

Meine Gladiatorin existiert seit 2003. Mein Werdegang ging von Legendenheim zum Orden der Rose bis zu den Amazonen. Dort bin ich seit Mai 2007 zu finden. TA dient für mich als Entspannung und vor allem als kreative Auslebungsmöglichkeit durch das RPG.

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