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Hygiene und andere Fehlverhalten einiger ausgewählter Allianzen
Immer wieder kann man von Zeit zu Zeit im TAF Kommentare einiger Spieler lesen, die andere Spieler oder ganze Allianzgruppen diffamieren indem sie diese als übel riechend hinstellen oder auf die unglaublich nachlässige Körperpflege hinweisen. Es gibt aber auch Posts, in denen Leute breit trampeln, wenn ein Kämpfer beim Krieg von einem Stinktier angesprüht wurde, damit auch wirklich ganz TA weiß, wie schlimm dieser nun zu müffeln scheint!
Da es mich brennend interessierte, wie exakt diese Diffamierungsversuche nun eigentlich wirklich sind, schickte ich meine Spione los und diese mischten sich unter das einfache Volk in Rom, entwendeten Schriftzeugnisse aus Archiven oder aber sie gingen in die jeweiligen Provinzen, was die meisten meiner fleißigen Helfer machten, und ließen sich anwerben um alles aus nächster Nähe zu erblicken. Hier nun die unglaublichen Ergebnisse:
Die ersten seltsamen Informationen über stark ausgeprägte Körperausdünstungen bekam ich von meinem Spitzelnetzwerkabteilungschef der griechischen Gebiete. Er teilte mir mit, dass die einstige Schiffsbesatzung der Griechischen Gallere zu Drachen geworden war und sie seither in Kriegen wohlweißlich gemieden wurden. Natürlich wunderte diese Tatsache mich nicht sonderlich: Drachen haben für gewöhnlich einen schlechten und stark mit Schwefel angereicherten Atem. Diese griechischen Drachen nun allerdings hatten es wohl geschafft das Ganze noch zu verschlimmern, denn sie spachteln, laut Angaben meiner Informationssammler, täglich einige hundert Kilogramm Tzatziki. Auf Grund dieser Unmengen, welche sie bereits verschlungen hatten, begann der Tzatziki zu gären und die Drachenkörper waren wohl nicht mehr in der Lage ihn abzubauen. Dadurch also ist dieser unglaubliche Tzatziki-Drachengyrospestodem zu erklären.
Aber nicht nur in Griechenland waren meine fleißigen Untergebenen tätig. Auch im Reich der Kelten hatten sie sich eingefunden und festgestellt, dass in Tara, der Hauptstadt Tir Na Nógs, wohl eine abgewandelte Form von Hygiene eingeführt worden war. Jedenfalls liegt hier neben mir ein Bericht, aus dem ich gerne zitieren möchte.
\"Hoher Herr, Ihr werdet es nicht glauben. Es ist höchst merkwürdig, was ich hier zu sehen bekam, was sich mir hier präsentierte - gerade weil es eine mir doch so fremde Kultur ist. Aber das wonach Ihr mich aussandtet zu suchen, darauf stieß ich: Die Kelten, sie waschen sich! Aber wie sie sich waschen, das muss man gesehen haben. Ein wahrer Ritus, beinahe schon eine kultische Verherrlichung des Waschens. Und dennoch ist es für zivilisierte Leute abstoßend, doch anziehend zugleich.\"
Es klingt also durchaus spannend und mein Neugierde war durch diese paar Zeilen längst geweckt, als ich begann weiter zu lesen, denn schließlich wollte ich ja wissen, wie sich die Kelten aus Tara zu säubern pflegten.
\"Einmal die Woche versammeln sich alle Bewohner auf dem zentralsten Platz, der auch groß genug ist sie alle zu fassen. Dann wird ein riesiger Wasserbottich aufgestellt und von Holzwänden umringt, so dass der Bottich nicht einsehbar ist. Die Männer tragen nur einen Lendenschurz und die Frauen bedecken gerade so das Nötigste. In einer Reihe stehen sie an, warten darauf baden zu dürfen. Die soziale Stellung innerhalb der Gemeinschaft sorgt für die Reihenfolge: Als erster verschwindet Corum im Bottich, dann seine nächsten Vertrauten und immer so weiter, bis auch der Niederste gebadet ist, erst dann löst sich die Versammlung auf. Das alleine klingt nicht gerade sonderlich, doch das Wasser wird nicht gewechselt. Bereits nachdem zehn Leute im Wasser waren verfärbt es sich stark, wie ich herausfinden konnte. Am Ende trieft das Wasser vor Körperfett, Blutresten, Dreck und sonstigen Dingen.\"
Der Bericht setzt sich noch ein wenig fort, aber ich denke es ist recht eindeutig, was in Tara los ist. Ein wahrer Waschkult und dennoch eine nicht wirklich vorhandenen Hygiene.
Der nächste Schauplatz befindet in den Bergen, bei dem ominösen Kloster Megálo Metéoro. Schon kurz nach der Verkündung dieser Gemeinschaft wurde klar, dass es dort seltsame Praktiken zu entdecken geben würde. Um diese aber aufzudecken benötigte ich kein Spione oder Informanten - ich lebe selbst dort und will ein wenig davon erzählen.
Das wir das Heilige Schwarze Schaf anbeten sollte ja mittlerweile bekannt sein, aber wie beten wir eigentlich dieses Schaf an, werden wir imer wieder gefragt. Nunja, zuerst sollte man wohl sagen, dass wir eine recht große Schafsherde unser Eigen nennen können. Dadurch werden wir auch bestens mit dem Schafsprodukt versorgt, das wir am Dringensten benötigen: Schafsköttel. Ja, ich leide gerade mal nicht unter geistiger Totalumnachtung - Schafsköttel! Denn jeden Tag benötigen einige Karrenladungen dieser unbezahlbaren Waren, damit wir dem Heiligen Schwarzen Schaf ehrenvoll huldigen und es anbeten können. Dazu versammeln wir uns täglich draußen im Hof unserer Abtei und nach einigen Worten an unsere Gottheit beginnen wir damit uns in einer riesigen Tollerei mit den Schafskötteln gegenseitig zu bewerfen und einzuschmieren. Erst wenn wir alle über und unter mit den Fäkalien der weltlichen Abbildungen des Heiligen Schwarzen Schafes eingedeckt sind und die Schafsköttel dadurch alle aufgebraucht worden sind, erst dann gehen wir uns reinigen. Allerdings bleibt natürlich ein gewisser Grundduft immer am Körper kleben, sobald es jeden Morgen macht und über einen langen Zeitraum. Doch wir alle sind stolz nach darauf nach Schafskötteln zu riechen - In Nominie Ovis Sanctae!
Die nächste Station dieses Überblicks ist die Stadt Tyros. Zuerst ließen meine Informanten verlauten, dass die Wüstenkrieger sich nie waschen würden, sondern warten würden bis die Sonne das Blut und den Dreck zu einer Kruste hat werden lassen, um diese dann einfach abzuschaben. Schnell aber stellte sich heraus, dass es sich anders verhielt. Es war eine Salzkruste, die abgeschabt wurde, denn jeden Tag gingen die Bewohner von Tyros ins Meer zum Waschen. Da sie aber über keine Süßwasserquellen verfügten, sahen sie sich gezwungen zu warten, bis sich das Salz verkrustet oder in den Poren abgesetzt hatte, so dass es abzuschaben ginge. Einer meiner verdeckten Ermittler teilte mir in seinem Schreiben mit, dass er eines Morgens Foedhrass beim Baden erspäht hätte und sie hatte sich wohl unbeobachtet gewähnt hatte, denn sie soll folgendes ausgerufen haben: \"Salz auf und in der Haut ist gut, so kann niemand behaupten ich wäre süß!\"
Aber auch die Gärtner vom Orden der Rose pflegen einen relativ seltsamen Säuberungsritus. Scheinbar ist ihre dauerhafte Nähe zu den Rosen ihnen schon derart zu Gemüte geschlagen, dass sie sich selbst für Pflanzen zu halten schienen. Jedenfalls berichteten meine Mitarbeiter mir davon, dass sich die Ordenskrieger die nackten Füße jeden Morgen mit Dünger, also Kuhfladen und ähnlichen unreinen Tierfäkalien, einschmieren würden und nur ihre geschlechtsspezifischen Merkmale verhüllen würden. Dann geht ein Ausgesuchter durch die Reihen der \"menschlichen Blumen\", wie es meine Mannen beschrieben, und goss jedem einzelnen einen Eimer Wasser über den Kopf, solange bis der Dünger von den Füßen gespült worden wäre.
Die letzte Allianz, die ich ausspionieren ließ, waren die Gebiete der Amazonen. Schnell stellte sich heraus, dass sie eine ganz spezielle, für ihre Art sehr passende Technik haben, um sich zu säubern: Sie verteilen Kekskrümel im Intimbereich und streichen die Innenseite ihrer Schenkel mit Honig ein, träufeln Sirup auf ihre Oberkörper und lassen alles von ihren männlichen Sklaven mit dem Munde entfernen. Hernach werden sie noch ein wenig weiter genutzt und dann kollektiv verspeist. Jedenfalls erzählte dies Jalina, die Oberamazone, bei einem Aufnahmegespräch einer meiner Agentinnen.
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Autor: ehemaliger Autor
Dieser Autor hat für den Götterboten gearbeitet, das Team dann aber verlassen.
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