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Kolumne - Null Promille oder wenn des Gladiators liebstes Kind verboten werden soll!
Es trug sich zu einer Zeit zu als man mit den gegebenen Umständen klar kam ohne immer direkt an Selbstmord zu denken, wenn man gerade mal einen Flussbrücke sah oder einen Abgrund.
Es war die Zeit des FKK, also die Zeit voller Feindseligkeit, Kampf und Krieg, als der werte Imperator entschied, dass der Genuss von Alkoholischem auf dem Schemel einer Kutsche, eines Karren oder gar Wagens nicht mehr erlaubt sei. Die Strafe würde sich dabei auf etwa 7866 Denarii belaufen.
Es ist also die Zeit gekommen, wo die tapferen Krieger nicht mehr in den Krieg ziehen können und auf dem Schemel des Truppentransporters (Anm. d. Red.: Ein Achtergespann, der 25 Männer in seinem Fond beherbergen könnte) den gleichen Freuden frönen können wie die Mannen in ihrem Rücken. So ist es also das Leid des Fahrers nüchtern auf dem Schlachtfeld anzukommen und die miserabelste Moral zu haben, vermutlich die anderen Kriegsteilnehmer in seiner Reichweite mit runterziehend.
Oder aber nach einem Fest im Nachbardorf muss es einen Dummen geben, der dem Fest abseits der Freuden beiwohnt ohne in die Versuchung zu kommen auch nur einen Tropfen Wein, und mag es nur zum anstoßen sein, zu sich zu nehmen. Somit ist auch hier garantiert, dass es auf der Rückfahrt Unruhe und Stunk geben wird zwischen dem Fahrer und seinem total betrunkenem Beifahrer, der einmal wieder alles besser wissen will.
Der Imperator hat angekündigt auf jeder Straße des Reiches, es sind ja nur wenige tausend, immer zwei Soldaten zu postieren, die jeden Wagen kontrollieren. Sollte sich hierbei herausstellen, dass der Fahrer getrunken hat, so wird in erster Instanz die Strafe von 7086 Denarii fällig, mit einem zehn prozentigem Trinkgeld für die Soldaten, denn Service sollte schließlich belohnt werden. Sollte der Fahrer, der nach seinem ersten Ertappen gebrandmarkt wird, ein weiteres Mal erwischt wird, so drohen der vierjährige Pranger oder man wird den Löwen zum Fraß vorgeworfen.
Harte Worte des Imperators, aber er ist der Auffassung, dass sein Volk zu groß ist und unter diesen zu viele sind, die den Alkohol missbrauchen. Zu dem wird es auf dem Schlachtfeld endlich einmal geordnet zugehen, wenn nicht mehr jeder bis zum Exitus mit Rum, Bier oder gar Met abgefüllt ist.
Meint er. Soll er mal. Allerdings tun mir die Bauern leid, die den ganzen Tag auf dem Felde dazu nutzen, sich einen hinter die Binden zu gießen, um am Abend die Frau ertragen zu können. Wie sollen die Jungs nur nach Hause kommen, wenn man nicht mal mehr seinen Ochsenkarren lenken darf, wo der Ochse von der abartigen Fahne des Bauern angetrieben wird, denn nur wenn er in seinem Stall ist, wird er wieder frische Luft atmen können. Okay einen Punkt für den Tierschutz.
Ich sehe dies kritisch. Sie vermutlich auch. Es kann nicht sein, dass man, in einem Reich wo fünfundsiebzig Prozent der Staatseinnahmen durch die Alkoholsteuer abgedeckt sind, den Alkohol, egal welcher Natur er sein mag, an einem Ort verbietet, den jeder Bewohner mehr als fünfhundert Stunden durchschnittlich im Monat bevölkert.
Es kann auch nicht sein, dass man ein Trinkgeld erhebt! Denn wozu ist ein Trinkgeld gut? Genau, um sich etwas zu Trinken zu kaufen. Was machen also die Soldaten mit dem Geld? Sie gehen es versaufen und fahren dann womöglich mit dem Wagen heim zu ihrer Frau, die dann darunter zu leiden hat, dass der brave Soldat, durch die Trinkgelder der besoffenen Fahrer, sowas von unausstehlich ist und seine Frau zu sonst was treibt.
Also was machen wir nun? Einfach weiter. Ist doch egal was der Imperator sagt, wenn er es schon nicht schafft die Gesellschaft zu verbessern, die voller Fehler ist, warum sollte sich die Gesellschaft dann an irgendeine Neuerung halten? Einziger Ausweg ist dann wieder der Tod durch Selbstmord, allerdings können die Flussbrücken ohne die Steuereinnahmen, die durch den geringeren Alkoholkonsum wegfallen, nicht ausgebessert werden und so wird es bald keine Brücken mehr geben und ohne Brücken kommt man nicht an die Abgründe ran.
Somit heißt es, hoch die Tassen und rinn\' damit, denn sonst merken wir es nachher noch wenn wir einen ehrbaren jungen Soldaten überfahren.
In dem Sinne
Erid\'Dalis
P.S. Leserbriefe können an [url=\"mailto:erid_dalis@final-netwar.net\"]Erid\'Dalis[/url] geschickt werden
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Autor: ehemaliger Autor
Dieser Autor hat für den Götterboten gearbeitet, das Team dann aber verlassen.
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