Der Goetterbote - bestens informiert mit Hermes
Benutzerdefinierte Suche

  • Redakteure
  • Conquerus
  • Ivan der Schreckliche
  • Lara-Sophia
  • Painlady
  • Porreefuzius
  • Priscylla
  • Rael_Steinbrecher
  • Sir Hawk
  • SirHenry_II
  • Tirgatao

Aufrufstatistik
Heute: 65
Gestern: 113
Gesamt: 7664

Klatsch und Tratsch

Nun war es also passiert.
Ich hatte mein Gespräch beim Herausgeber des Götterboten erfolgreich abgeschlossen und hatte nun einen neuen Auftraggeber.

Die freie Mitarbeit die ich mit Ivan ausgehandelt wurde nicht schlecht honoriert.

Aber welcher Mann konnte mir auch schon widerstehen - wenn ich etwas erreichen wollte hatte ich bisher immer alles bekommen.

Painlady - Reporterin unterwegs in besonderer Mission hörte sich doch wesentlich besser an als Klatschreporterin.

Ich war also ab sofort für den Klatsch und Tratsch aus den verschiedenen Reichen des Imperiums zuständig.
Die Reisekosten würde ich Lara selbstverständlich zusätzlich in Rechnung stellen - auch die Kosten für die jeweiligen Boten die die Nachrichten in die Redaktion bringen sollten.

Gut gelaunt bestieg ich also mein Pferd, band meine blonde Mähne zu einem Zopf zusammen, schnürte den schwarzen, glänzenden Umhang enger um meinen Körper zu und Ritt aus der Stadt hinaus und ließ meinem treuen Gefährten Rasputin die Wahl des Weges.
Er hatte mich immer dahin gebracht wo es interessant war und mich auch immer sicher zurück gebracht.

Während ich meinen Gedanken nach ging, trabte Rasputin durch Felder, Wiesen und Wälder.

Als es zu dämmern begann erreichten wir bei den letzten Strahlen der untergehenden Sonne eine Herberge die anscheinend gut besucht war.

Ich hielt Rasputin vor dem Stall an. Sofort stürmte ein Stallbursche heraus und nahm sich des Pferdes an.

Ich gab ihm ein Goldstück, das ihn ziemlich aus der Fassung brachte und mahnte ihn sich sehr sorgsam um mein Rasputin zu kümmern, ihn gut zu versorgen und dafür Sorge zu tragen, dass sich Rasputin über Nacht gut erholen könne.

Dann lenkte ich mein Schritt auf die Herberge zu.

Auf dem Weg vom Stall zur Eingangstüre klopfte ich mir den Staub etwas vom Umhang ab, öffnete meine Haare, schüttelte diese etwas durch und setzte ein unverfängliches Lächeln auf.

Ich öffnete die Türe.

Der typische Geruch einer Taverne schlug mir entgegen.
Männerschweiß, Tabakgeruch, der Geruch von Met, Düfte aus der Küche und der markante Geruch vom Kamin her.
Alles das ergab einen eigenartigen und doch vertrauten Geruch wenn man sich öfters in solchen Räumlichkeiten aufhielt.

Noch während ich die Schwelle überschritt bemerkte ich das es augenblicklich still wurde im Raum und jeder Mann starrte mich an.

Es war ein Bild das ich gewohnt war und das mir meine Arbeit auch enorm erleichterte.

Männer waren einfach aus zu rechnen und sobald eine schlanke Blondine vor ihnen stand, musste irgendetwas in deren Kopf aussetzen und sie waren so redselig. Ein Umstand der mir immer wieder zu Gute kam.

Während ich auf die Theke zuschritt schätzte ich ab, dass etwa 20 Mann in dem Schankraum der Herberge waren - also genug potentielle Informanten um mir reichlich Neuigkeiten zu berichten.

Guten Abend. Richtete ich mein Wort an den Wirt hinter der Theke.
Ich hätte gerne ein Zimmer für eine Nacht, ruhig, mit weichem Bett und einer Waschgelegenheit. Können sie mir so etwas anbieten?

Bei dem Augenaufschlag den ich ihn zuwarf hätte er sogar seine eigene Frau aus dem gemeinsamen Schlafzimmer geworfen - nur um mich nicht abweisen zu müssen.

Ja, also, ähm stammelte der Wirt herum.
Ich habe noch ein Zimmer frei - das muss aber erst hergerichtet werden. Wenn ihr euch ein wenig geduldet werde ich das sofort in Auftrag geben.

Dann soll es so sein antwortete ich. Um die Wartezeit zu verkürzen bringt mir bitte einen heißen Tee dort rüber an den Kamin. Vielen Dank.

Mit diesen Worten ließ ich den Wirt stehen und schritt zum Kamin, öffnete meinen Umhang und setzte mich in den dort freien Sessel.

Die Unterhaltung in der Taverne kam langsam wieder in Gang und ich hatte im Laufe der Zeit gelernt selbst kleinste und leise gesprochene Wortfetzen auf zu fangen.

Es war sehr interessant was ich dort zu hören bekam.

Am nächsten Tisch unterhielten sich zwei vom Kampf gezeichnete Krieger über eine Art Geheimwaffe die irgendjemand bald einsetzen sollte.

Das war natürlich etwas was mich sehr interessierte.

Da die Lautstärke innerhalb des Schankraumes wieder zunahm war es schwer der Unterhaltung zu folgen.

Ich konnte nur die Worte AlphaOne, rosa Rüstungen für alle auffangen und ein hinterlistiges Grinsend er beiden.
Also plante ein gewisser AlphaOne wohl seine komplette Heerschar mit rosa Rüstungen aus zu statten. Brrr - bei diesem Gedanken schüttelte es mich innerlich so sehr. Wie würde das aussehen?
Eine angreifende Armee in rosa Rüstungen...
Entweder würden die Verteidiger auf dem Boden liegen vor lachen oder aus Schreck vor der Farbe Reißaus nehmen.

Was mussten meine Ohren das vernehmen?
Es gab in einer neuen Taverne ein großes Eröffnungsfest zu dem ich nicht eingeladen war?
Eine gewisse Lara Sophia hatte zu einem ausgefallenen Fest geladen wo am Anfang nur Frauen der Zutritt gestattet war. Was das zu bedeuten hatte wusste ich sehr wohl. SO etwas hatte ich schon einmal irgendwo erlebt und ich war sehr angetan davon.
Das Fest sollte mittlerweile einige Zeit dauern und man erzählte sich das sich die Gastgeberin wohl an den Darbietungen des Künstlers so sehr erfreuter, dass sie nicht nur berufliches Interesse an diesem zeigte.

Einer meiner nächsten Reisen würde mich sicherlich in Laras Taverne bringen.

......



Nach oben

Autor: Painlady

Keiner Allianz zugehörig.
Unter ihrem Künstlernamen ist sie in der Welt der Gerüchte zu Hause und sammelt alles ein was sie hört und was man ihr berichtet und gibt das an die Redaktion weiter darüber - ohne Rücksicht auf ihr persönliches Wohl.

Druckversion





www.the-arena.de