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Im Kolosseum Vol.1
Im Kolosseum
Da stand ich nun - das Gitter vor mir das jeden Moment aufgehen muss - und ich mit einem Kurzschwert und Schild bewaffnet und auf dem Kopf ein viel zu enger Helm, der die Sicht zur Seite auch noch einschränkte.
Ein Zurück gab es für mich nicht mehr - für mich gab es nur die Chance - raus ins Kolosseum und gegen ein Gladiator kämpfen - bis einer nur noch am Leben war.
Er oder ich.
Wenn ich gewinnen sollte - daran hatte ich persönlich eigentlich auch keine Zweifel - dann hatte ich vielleicht das Glück der Gnade des Imperators und er würde mir das Leben schenken und ich könnte in mein Dorf zurückkehren und weiterhin mit meinem Weib und meinen 6 Kindern das einfache Leben eines Fischers an der korsischen Küste leben.
Ich blickte in die Arena und sah den gelben Sand, der an einigen Stellen schon blutgetränkt war - mir war die Ehre des letzten Mann gegen Mann Kampf zuteil geworden - aus mir unerfindlichen Gründen.
Ich hörte das Gemurmel der Besucher - und stellte mir vor wie es aussehen müsste wenn sich lediglich zwei Männer in dieser großen Arena gegenüber standen.
Das Gitter vor mir glitt in die Höhe und es blieb mir nur der Weg nach vorne - in die Arena.
Ich trat heraus und die Menge begann zu grölen - ein Geräusch das mir bis dato völlig unbekannt war.
Nachdem ich das Tor hinter mich gelassen hatte und drei Schritte in die Arena getan hatte glitt das schwere Eisentor mit einem lauten Knall wieder herunter und ich wirbelte herum und riss das Schild hoch und mit der anderen Hand hielt ich die Waffe vor meinem Körper.
Die dem Tor nahe sitzenden Besucher fingen an zu lachen - irgendwie fanden sie das lustig.
Auf einmal erklang eine Fanfare und ich ließ Waffe und Schild ein wenig sinken, richtete mich auf, drehte mich langsam um und ging gemächlich stolzen Schrittes bis fast zur Mitte der Arena.
Die Fanfare verstummte und ich stand fast in der Mitte der Arena - die Menge johlte, kreischte - einzelne Worte konnte ich nicht erkennen - dafür war es zu laut - jeder schien etwas anderes zu schreien.
Ich lies meinen Blick in die Runde schweifen und erkannte etwas rechts von mir die Loge des Imperators. Er wirkte gelangweilt unter seinem großen Sonnensegel.
Da stand ich nun im gleißenden Sonnenlicht und harrte der Dinge die auf mich zukamen.
Ich hörte wie hinter mir ein eisernes Tor in die Höhe glitt und dann brandete frenetischer Jubel auf - da schien er zu kommen - mein Gegner.
In Zeitlupentempo drehte ich mich um - nur keine Hektik und dadurch Angst zeigen dachte ich bei mir.
Was ich da erblickte - da lief mein ganzes Leben im Zeitraffer noch einmal vor mir ab.
Mein Dorf an den grünen Gestaden mit den kleinen, gemütlichen Fischerkaten, die lachenden und spielenden Kinder, der Sonnenuntergang über einem wunderschönen und sehr fischreichen Meer, meine Frau mit ihrem pechschwarzen, hüftlangem Haar....
Die Chancen das alles in diesem Leben wieder zu sehen standen angesichts dieses Gegners nicht sonderlich gut.
Er hatte meine Größe - war aber wesentlich muskulöser gebaut und durchtrainiert - das sah man an seinem Gang.
Er ging gemächlichen Schrittes an mir vorbei bis er die Arena zu etwa zwei Drittel durchschritten hatte.
Dann blieb er stehen - drehte sich in Richtung der Loge des Imperators und erwies dem Imperator seinen Gruß.
Dieser Gladiator war ein Kerl wie ein Baum - gut ich war auch nicht gerade schwächlich gebaut und war auch recht gut in Form - aber das würde ein schweres Stück Arbeit werden in diesem Kampf die Oberhand zu gewinnen.
Ich schaute in den Himmel um zu sehen wo die Sonne stand und ging langsam in die linke Hälfte der Arena - so dass ich zu Beginn der Auseinandersetzung die Sonne im Rücken hatte.
Ich spürte wie mir der Schweiß den Rücken herunter lief - es war kein Angstschweiß - es war die Sonne die mir auf dem Rücken brannte.
Der Gladiator drehte sich langsam um und kam in die Mitte der Arena - drehte sich zu mir um und ich sah seine Augen - pechschwarze Augen - ein entschlossener Blick.
Ich nahm mein Schild etwas höher, umfasste mein Kurzschwert etwas fester, stellte den rechten Fuß etwas nach hinten und wartete was nun passieren würde.
....to be continued.....
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Autor: SirHenry_II

Oberlampe des ZdL.
Treibe mit Unterbrechungen seit der Beta-Zeit mein Unwesen bei TA.
Angefangen hat alles bei den Nine-Inch-Nails.
Nun bin ich SO der RedRipper und werde dort wohl auch in Rente gehen.^^
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