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Gladiatoren in Rom Teil 3
Liebe Leser,
dies ist nun der dritte und letzte Artikel meiner Beitragsreihe über die "Gladiatoren im alten Rom"! Ich hoffe es hat euch ein wenig Spaß gemacht meine Artikel zu lesen und ihr seid gespannt auf weitere Artikel meiner Person.
Beginnen wir mit der Ausbildung der Gladiatoren:
Schließlich war niemand als Gladiator geboren und so kämpften die Gladiatoren meist für Gladiatorenschulen, in denen sie trainiert und verpflegt wurden. Sicherlich gab es viele Gladiatorenschulen, die aber zu denen in der Stadt Rom wohl relativ unbedeutend waren.
Diese befanden sich unter staatlicher Kontrolle und wurden von hohen Beamten beaufsichtigt. Sinn und Zweck war mögliche Aufstände der Gladiatoren zu vermeiden. Denn diese waren natürlich im Kampf erprobt und extrem gefährlich im Nahkampf. Trainer waren ausgediente Gladiatoren, die ihre Schützlinge meist an Holzpfählen trainieren ließen.
Doch wie lief so ein Kampftag tatsächlich ab? Und was war an Vorbereitungen nötig?
Zu erst wurde vertraglich festgelegt, wie der Tag ablaufen sollte. So gab es zum Beispiel ein Begleitprogramm und eine festgelegte Kampfreihenfolge. Dies war wichtig, da das Publikum vor dem Kampftag schon darauf eingestimmt wurde.
So gab es "unspannende" Vorkämpfe der nicht erfahrenen Gladiatoren, die das Publikum auf die erfolgreichen berühmteren Gladiatoren einstimmten.
Hier ein wohl ziemlich typischer Kampftag:
Die Morgenstunden starteten mit Tierkämpfen. Hier ließ man z.B. Stiere gegen Bären, Löwen gegen Leoparden oder Nashörner gegen Büffel kämpfen.
Dies wurde mit Zirkuseinlagen (in denen meist dressierte Tiere auftraten) beendet.
Nachdem diese beendet waren ließ man die sog. Bestiarii gegen Tiere antreten. Diese bestimmte Gladiatorenform war zumeist mit Jagdspeeren ausgerüstet.
Sie kämpften sowohl gegen ungefährliche Tiere, als auch gegen z.B. Raubkatzen und andere gefährliche Tiere.
Auch wenn man erwarten könnte, das erfolgreiche Kämpfer Ruhm und Ehre ernteten, so waren diese Gladiatoren noch weniger angesehen, als Gladiatoren an sich.
Als Vorbereitung der Gladiatorenkämpfe und zur Aufheizung des Volkes wurden Verbrecher hingerichtet. Diese mussten entweder gegen Tiere und / oder gegen andere Verurteilte kämpfen. Dabei wurde niemand verschont.
Nachdem sich alle Gladiatoren vorgestellt und Vorkämpfe mit Holzwaffen abgehalten wurden, gingen die richtigen Kämpfe los.
Der Kampf an sich:
Entgegen vieler Filme, war der Gladiatorenkampf viel weniger eine wilde Rauferei mit Todesfolge, als viel mehr eine Art Sport, der nach genauen Regeln ablief. Beobachtet von meistens zwei Schiedsrichtern, sollte der Kampf so fair wie möglich ablaufen. Sie konnten den Kampf unterbrechen und sorgten dafür, dass ein sich ergebender Gladiator vorerst verschont wurde.
Ein Kampf konnte auf 3 Weisen enden:
- das Publikum oder der Veranstalter befahl den Tod des am Boden liegenden Kontrahenten, nachdem dieser um Gnade gebeten hatte
- das Publikum oder der Veranstalter begnadigten den ergebenen Gladiator
- beide Gladiatoren konnten nicht weiterkämpfen, so das das Duell unentschieden ausging
Symbolisch erhielt der Sieger einen Ölzweig und einen gewissen Geldbetrag.
Wie standen Gladiatoren in der Hierarchie Roms dar?
Generell ist zu bemerken, dass Gladiatoren in der Gesellschaft noch schlechter angesehen waren als Sklaven. Gerade deswegen ist es verwunderlich, welchen Berühmtheitsgrad einige erfolgreiche Gladiatoren erlangten. Für viele Gelehrte galten Gladiatoren als Beispiel für mannhafte Tapferkeit. Also ein Vorbild für Heranwachsende und auch viele Soldaten.
Doch die wahren Anhänger berühmter Gladiatoren waren die Frauen. Diese verehrten diese Männer wie heutzutage Popstars verehrt werden.
Wo fanden Gladiatorenkämpfe statt?
Zuerst auf Marktplätzen veranstaltet, verlegte man die Kämpfe schon bald in Amphitheater und ins römische Kolosseum. Dies bot den Zuschauern einen besseren Blick und eine erhitztere Atmosphäre.
Das Ende der Gladiatorenkämpfe nahte mit der Zeit schleppend. Feststeht, dass sich immer mehr angesehene Persönlichkeiten gegen Gladiatorenkämpfe wendeten. Dies drückte sich in Milderung der Kampfes Modi aus (wie z.B. das Verbot scharfer Waffen). Direkt gegen Gladiatorenkämpfe zu wettern traute sich jedoch niemand, denn dies bedeutete gegen den Kaiser Commodus anzugehen, der weiterhin hinter den Kämpfen stand.
Zwar blieben die Gladiatorenkämpfe beliebt, bloß wurde es durch Verbote immer schwerer Gladiatoren zu finden. So wurde ab 365 v. Chr. z.B. der Einsatz von Christen und Soldaten verboten. Somit wurden die Spiele immer teurer, da man richtige Gladiatoren "mieten" musste.
Verboten wurden die Kämpfe dann 5 n. Chr. durch Kaiser Honorius.
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Autor: ehemaliger Autor
Dieser Autor hat für den Götterboten gearbeitet, das Team dann aber verlassen.
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