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Erlebnisse am Fest der Amazonen

Tag werte Gladiatoren und Gladiatorinnen, ich bin Xanischa Valarian und möchte euch kurz von meinen Erlebnissen am Fruchtbarkeitsfest der Amazonen erzählen.

Als ich eines Tages durch die Stadt lief und ich auf den Marktplatz das grosse Anschlagbrett begutachtete, las ich von diesem Fest. Ich bin von Natur aus eine sehr neugierige Elbe und so beschloss ich, mich auf den weiten Weg zum Tal der Amazonen zu machen, um mich den Aufgaben zu stellen. Ich kam etwas zu spät an, doch immer noch zeitig genug, um an der Zeremonie am Wettkampfmorgen beizuwohnen. Es war eine schöne Zeremonie und jeder der anwesenden Mitstreiter gelobte feierlich keine unlauteren Mittel zu gebrauchen. Vor jeder Aufgabe musste man ein Rätsel, lösen welches die Pristerin Thilia stellte. Ich persönlich mochte diese Rätsel nicht. Aber ich muss sagen, ich lag trotzdem meistens richtig. Für ein richtig beantwortetes Rätsel bekam man vor oder nach dem Wettkampf ein Hilfsmittel. Aber dazu komm ich später wieder, denn kaum hatten alle einen Lösungsvorschlag abgegeben, begann der Wettkampf. Ich staunte nicht schlecht, als hinter den Büschen ein riesiges Schlammfeld zum Vorschein kam. Die Pristerin loste Paare aus und mein Gegner wurde Thesiokles. Meine Eindrücke vom Kampf lassen sich in wenigen Worten zusammenfassen: kalter Schlamm, starker Gegner und über und über voll Schlamm. Ein zwei Meter grosser Hüne, der von allen Silberauge genannt wurde, begann dann, aus den jeweiligen Zweikämpfen ein grossflächiges Schlachtgetümmel zu veranstalten. Thesiokles und ich verbündeten uns kurzzeitig, um Hardor, so heisst der Hüne nämlich, eine Lektion zu erteilen. Leider war dies keine gute Idee. Wir legten ihn zwar in den Schlamm, aber ich kugelte mir bei der Aktion meine Schulter aus. Kein schönes Gefühl, das kann ich euch sagen. Aber eine der Amazonen, eine Schülerin der berühmten Heilerin Lutiana, hat mir die Schulter wieder eingekugelt und für mich gesorgt. Die Frau hiess Priscylla, und ich bin ihr sehr Dankbar für ihre Hilfe, denn dank ihr liessen die Schmerzen nach einiger Zeit stark nach. Leider behinderte mich die Verletzung trotzdem in den folgenden Wettkämpfen.

Wenn wir schon von den nächsten Aufgaben sprechen. Aufgabe Zwei war eine Gruppenaufgabe. Es ging darum, das andere Team im Wald mit Farbbällen zu bewerfen und natürlich möglichst zu treffen. Ehrlich gesagt, ich war nicht sehr erfolgreich. In dem Wald gab es ein paar lustige Episoden, aber ich will euch ja nicht zulange aufhalten, deshalb überspringe ich die jetzt mal.

Nach einem dritten Rätsel wurde uns die nächste Aufgabe gestellt. Wir sollten mit einem Boot den See der Amazonen überqueren. Hört sich einfach an, war aber eine wahre Tortur. Die Leute, die das Rätsel falsch gelöst hatten, bekamen ein leckes Boot ohne Ruder, dafür mit einem Eimer. Ich meinerseits hatte ein ganzes Boot mit Ruder, konnte wegen meiner ramponierten Schulter aber nicht rudern. Jedenfalls hab ich dann mit Tao zusammen gespannt, sie hat mein Boot gerudert, ich hab mich angehängt und hab mit den Beinen geholfen. Ein junger Wüstenbewohner könnte es nicht lassen, sich vor dem Ertrinken auf die heilige Insel der Amazonen retten. Auf dieser waren Männer strickt verboten und so mussten schlussendlich Tao und Ich ihn vor einem wütenden Mob mit Steinen bewaffneter Mondjungfrauen retten. Wir drei schwammen dann jedenfalls die grösste Strecke und kamen halb verfroren am anderen Ufer an.

Dort wurde heisser Tee ausgeschenkt, doch ich war so verfroren, dass ich kaum in der Lage war zu sprechen. Eine nette Frau namens Triple_X bot mir einen Schluck von ihrem Tee an. Allerdings hatte der mehr als genug Rum drin. Ich hatte bis dahin noch nie Alkohol getrunken und die Auswirkung war ziemlich verheerend. Ich konnte nicht mehr gerade aus laufen, nur noch lallen und gerade stehen war ziemlich unmöglich. Und das Beste war, in der nächsten Aufgabe mussten wir über glühende Kohlen laufen. Tao hat sich dann erbarmt und hat mich mit kaltem Seewasser übergossen, damit ich ein wenig zu Sinnen kam. Sie ist danach mit mir im Schlepptau über die Kohlen gelaufen. Ehrlich gesagt, ich weiss immer noch nicht, wie wir das geschafft haben.
Nach dieser Feuerprobe ging es mir etwas besser, da ich Zeit hatte etwas zu essen und zu trinken. Doch die letzte Aufgabe liess nicht lange auf sich warten. In vierer Gruppen mussten wir auf Holzskis eine Strecke zurücklegen. Die Aufgabe ging sogar einigermassen gut, denn ich hatte das Rätsel richtig gelöst und erhielt als Hilfe zwei Stöcke. Damit konnte ich mich auf den Beinen halten.

Das waren die Ereignisse aus meiner Sicht. Die Aufgaben sind beendet und diejenigen die dem Fest beiwohnen wollen, ziehen ihre Festkleider an. Das Fest zu Ehren der Fruchtbarkeitsgöttin Uma wird bald beginnen.
Ich für meinen Teil will mir das Fest auf keinen Fall entgehen lassen, denn dafür hab ich mich schon den ganzen Tag durch die Aufgaben gequält. Ausserdem will ich wissen, wer die Wettkämpfe gewonnen hat.

Ich würde mich freuen wenn noch der eine oder andere sich am Fest einfinden würde. Jetzt heisst es ja nur noch geniessen und sich von der Atmosphäre des Festes mitreissen lassen.

Einen Wegweiser zum Tal der Amazonen findet ihr hier:

Wegweiser



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Autor: ehemaliger Autor

Dieser Autor hat für den Götterboten gearbeitet, das Team dann aber verlassen.

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