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Ein Wochenende mit... -Erlebnisberichte von Porreefuzius-
Vorwort:
Liebe TA-Gemeinde,
ich habe in letzter Zeit häufig den Drang verspürt mehr über die Menschen hinter den TA-Charakteren zu erfahren und abseits der Chats und ICQ-Gespräche mit den Leuten etwas zu unternehmen, die ich nun schon so lange aus dem Internet kenne.
Viele von Euch werden sicherlich schon das ein oder andere Treffen mitgemacht haben und konntet daher auch schon Kontakte im Real Life knüpfen. Dies war mir bisher nur innerhalb meiner Allianz möglich und meine Bude geht mir derzeit so auf die Nüsse, dass ich mir das Ziel setzte von nun an jeden Monat mindestens einen Menschen aus TA zu besuchen und ein Wochenende, oder einen Abend mit ihm oder ihr zu verbringen.
Dass diese Eskapaden aus reiner Langeweile entstanden sind, möchte ich nicht behaupten, denn trotz allem gibt mir dieses Browsergame doch immer wieder die Möglichkeit meine Schreibwut in Form von Gesetzen oder anderem netten Unsinn an den Teutonen auszulassen, aber die Tatsache dass ich die durchlebten Nächte mit den uns bekannten Damen und Herren jetzt auch schriftlich, in Form einer Serie, für die Nachwelt festhalten kann gibt mir einen besonderen Ansporn.
Ich werde von nun an versuchen Euch jeden Monat mit einem Erlebnisbericht aus den niederen Abgründen der wahren Welt zu "beglücken" und natürlich werde ich auch zu jedem der Berichte ein paar Fotos der entsprechenden Tage beifügen. Wer sich also von nun an auf einem Treffen mit mir zusammen wiederfindet oder arglos dahingammelnd plötzlich per Messenger vom mir aus seiner liebgewonnen Lethargie gerissen wird, kann sich ausmalen was auf ihn zukommt.
In diesem Sinne wünsche ich viel Vergnügen mit meinem ersten Bericht, den ich meinem guten, alten Kumpel Knaecke gewidmet habe.
Urteilt mit Huld und Geduld...
Euer Fuzi
Folge 1.
Knaecke
Freitag, 07.03.2008, Bielefeld/Quelle, 18:30
Ich habe gerade höchst angepisst, meinen heißgeliebten Arbeitsplatz verlassen. Die ganze Woche habe ich allen von meinem tollen Plan erzählt, das Wochenende nach Hamburg zu fahren und einen Kerl zu treffen, den ich noch nie zuvor gesehen habe, um dann mit ihm eine Art Interview durchzuführen und bestenfalls am Ende, voll wie ein Eimer, in der Ecke zu liegen. Dem fügte ich stets hinzu: "...deshalb muss ich dringend pünktlich los und nehme keine Termine nach 18:00 Uhr mehr an!". Diese Endlosschleife meinerseits, führte zu einem verstehenden Kopfnicken und sofortigem wieder vergessen.
Ich wollte also pünktlich um 18:00 Uhr den Laden verlassen, da steht unsere Thresendame vor mir und macht eine komische Geste mit ihrem Finger Richtung Behandlungskabine III. Ich verdrehte meine Augen, legte meinen Mantel wieder ab und begann mit der schnell noch eingeschobenen Massage. Zwanzig Minuten später wetzte ich im Laufschritt wieder in Richtung Ausgang.
Manch einer mag ja sagen, das Vorahnungen reine Einbildungen sind, aber nun kam es mir wirklich wie eins vor... gleiche Szene wie oben. Diesmal aber ohne mich, dachte ich mir und hielt meinem Chef eine Standpauke, was das Zuhören und das "In letzter Minute den Feierabend versauen" anging. Er grinste nur anerkennend und winkte mir zum Abschied zu. Immerhin hat er Humor.
Also. Schlüssel gedreht, schnell noch getankt und ab ins Abenteuer.
Freitag, 07.03.2008, Autobahn 7 Hamburg, ca. 21:00
So eben habe ich die Grenzen der freien und Hansestadt Hamburg passiert. Auf dem Weg gab es keine besonderen Vorkommnisse, bis auf einen kleinen, niedlichen Hasen, der auf der Autobahn zwischen Hannover und Hamburg in einen Laster auf der rechten Fahrspur gerannt ist. War nicht schön, aber mal ne Abwechslung zur Tristesse der Blechkolonnen und wenigstens etwas, dass ich über den Weg sagen kann außer dass die Fahrt eben wie die meisten längeren Fahrten war. Langweilig.
Gleicher Tag, irgendwo in Altona, 21:15
Trotz guter Beschreibung und denkbar einfachem Anfahrtsweg zur Wohnung meiner Schwester, in der Knaecke und ich uns für dieses Wochenende einquartiert haben, habe ich es wieder einmal geschafft, alles zu verpeilen. Stehe irgendwo in Altona rum und hab keine Ahnung wie ich hier wieder rauskomme. Man sollte doch meinen, dass um diese Zeit deutschsprachige Passanten auf einer der größten Strassen, in der 2. größten Stadt Deutschlands zu finden seien, aber Fehlanzeige. Also gebe ich mir die Blöße, rufe meine Schwester an und lasse mich von diesem komischen Ort zu ihr lotsen. Dachte ich würde es wenigstens ein einziges Mal allein hinbekommen.
Zehn Minuten später...
Bin endlich bei meiner Schwester vor der Haustür angekommen. Schnell die Klamotten gepackt und an der Tür geklingelt. Das langgezogene "JAAAA?" aus der Gegensprechanlage mit einem langezogenen "NEEEIIIIN!" beantwortet und dann endlich rein gelassen worden. Schwesterherz begrüßt mich feierlich mit dem gebührenden Respekt und hinter dem Türrahmen schielt auch schon Knaecke hervor, der bereits ne ganze Weile bei meiner Verwandtschaft auf mich gewartet hat.
Erster Eindruck: Kleiner als man von einem Zwerg erwarten dürfte. Aber er grinst freundlich und hat schon ein Pils in der Hand. Langt!
Nach der langen Fahrt und dem blöden Rumgekurve in der Hamburger Innenstadt tut es gut endlich das kühle Bier zu öffnen und mit Knaecke und meiner Schwester anzustoßen. Knaecke hatte bereits vorher schon das Notebook von Sven (der Freund meiner Schwester) angeschlossen um mein Schwesterherz mit der Mucke voll zu spammen, die wir uns am Samstag im Logo anhören wollen. Liedermaching. Kranker Scheiß, aber höchst unterhaltsam. Bis zu dem Punkt jedenfalls, an dem es einen zu den Ohren herauskommt, weil man diesen Wurm nicht los wird.
Man spricht über den Weg und dessen Widrigkeiten und über die heißen Elsen mit denen Knaecke (im Folgenden Benny genannt, man befindet sich inzwischen beim 2. Bier) auf seinen Fahrten stets auf dem Rücksitz konfrontiert wird. Natürlich hat er als echter Fan versucht auch die Dame, der er dieses Mal begegnet war, zu dem Konzert am nächsten Abend zu lotsen und seinen ganzen Charm eingesetzt. Leider war das umsonst, wie sich am Abend drauf rausstellen sollte, denn sie und alle denen er sonst noch Bescheid gesagt hatte, kamen nicht.
Ne Stunde später...
Das zweite Sixpack befindet sich auf der Zielgerade. Inzwischen sind noch ein paar Freunde von mir eingetroffen und beteiligen sich voller Inbrunst an der Vernichtung der Reserven aus Fort Beck's. Benny und ich haben uns während der ersten paar Bier schon wunderbar über die Welt von TA unterhalten, was vom Rest der Gesellschaft mit einem verächtlichen Lächeln bedacht wurde.
Ich erfuhr viel über den Werdegang des Zwergs und vor allem darüber mit wem er sich auch im RL schon so rumgetrieben hat. Mir wurde bei dieser Gelegenheit nahegelegt mich für das nächste Treffen der Midgardheinis anzumelden. Ich werde das in Betracht ziehen, also seid vorgewarnt.
Wasweissichwann irgendwo zwischen Freitag, Samstag und Delirium
Man hat aufgehört die Bierflaschen zu zählen, die geleert wurden und ist auf Wein umgestiegen. Teuren Wein, den ich als Präsent des Abends auf den Tisch geknallt habe. Gesamtwert ca. 80€.
Die Musik wurde derweil abgestellt und wir sind dazu übergegangen Gitarre zu spielen. Auch einer der Gründe, weshalb ich Benny endlich mal treffen wollte. Nach ein paar Songs muss ich feststellen, dass wir uns talenttechnisch nicht weit voneinander entfernt bewegen, aber unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Benny spielt die richtigen Akkorde und kennt die Texte meistens auswendig, auch wenn er sagt er kann sich die nicht merken. Ich muss dagegen meine Akkorde leicht modifizieren um sie meiner Stimmlage anzupassen. Denn da lege ich wiederum meinen Schwerpunkt. Also mit anderen Worten, wir können beide nix, aber es reicht um den Abend zu füllen und einfache Gemüter zu begeistern. Etwas später hab ich mich halb bepisst vor lachen als ich den Blondi bei Uri Gellers lustiger Show mit dem Raben hab sprechen sehen. Armer Junge.
Der Wein war zu meinem Verdruss recht schnell leer und in Relation zu seinem Preis haben wir ihn runtergewürgt wie Parkbankpenner in der Prohibitionszeit. Das letzte Glas Wein hat mir dann auch alle Lichter ausgepustet. Ich war bereits direkt nach dem letzten Schluck jenseits von Gut und Böse, was Benny die undankbare Aufgabe einbrachte aus dem Sofa, auf dem ich bereits schnarchend meinen Arsch geparkt hatte ein Bett zu bauen und mich dann noch zu hinzudrapieren, dass auch der seinige noch Platz fand. -TILT-
Samstag, 08.03.2008, kurz nach dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre
Meine Augen sind auf, ich bin fit wie ein Turnschuh. Die Meute hat bereits Kaffee gekocht und, verwundert über meinen erstaunlich guten Zustand, schwinge ich mich elanvoll vom Schlafsofa. Etwas zu elanvoll. Mit voller Wucht ballere ich mein Bein gegen die Tischkante und gehe sogleich wieder in die Knie. Guter Start in den Tag.
Kaffeeduft hebt mich wieder empor und voller pathetischer, heldenhafter Anmut hinke ich unter die Dusche um wieder einen funktionierenden Menschen aus mir zu machen. Benny sitzt bereits ne ganze Weile fertig und gestriegelt auf dem anderen Ende des Sofas und spielt wieder Gitarre. Schwesterherz und ihr Freund sind Brötchen holen.
Etwas später nach dem Frühstück
Etliche Brötchen und einige Becher Kaffee später sind wir eigentlich bereit für ein Mittagschläfchen, aber Hamburg wartet bekanntlich nicht mit Wetterkapriolen und daher entscheiden wir uns so bald als möglich auf den Weg in die Stadt zu machen um das schöne Wetter für einen Rundgang mit Führung durch meine Verwandtschaft zu nutzen.
Knägge links, Fuzi rechts (Im Hintergrund Blohm&Voss)
Zunächst genießen wir die schöne Aussicht vom Altonaer Balkon. Auf dem Weg dahin hat mein designierter Schwager ein niedliches, kleines, chinesisches Mädchen bei einem unverhofften Treffen etwas stürmisch begrüßt und dabei schön über eine Hecke geschubst. Derweil lief eine Gruppe Touristen an uns vorbei und muckierte sich höchst aufgebracht was der Typ da nur mit der armen Frau machen würde und... ging weiter.
Knägge links, Fuzi rechts
Dann besteigen wir ein hässliches, schiefes Haus am Hafen. Wieder wegen dem Ausblick. Als wir wieder unten ankommen, bekomme ich Krämpfe in beiden Beinen. Weiter an ner Million Fischbuden vorbei bis wir ne Million schwimmende Fischbuden und Fresstempel finden. Hier kaufen wir uns Cola und freunden uns mit dem Haribo-Bären an. Ich glaube der ist trächtig.
-ohne Worte-
Wir pfeifen auf Reeperbahn und Michel und latschen querfeldein bis zum Jungfernstieg und fahren von dort mit der S-Bahn zurück nach Ottensen.. oder Altona? Man ich hab keine Ahnung. Diese Bahnhöfe sind alle gleich dreckig.
ca. 17:30, verspätetes Mittagessen
Gibt von Sven (der Mädchenschubser) selbst gemachte Spaghetti mit einer vorzüglichen Sauce. Vollgestopft und schon wieder mit Bier am Hals machen Benny und ich uns auf zu dem Konzert im Logo. Es gibt den 2. Hamburger Liedermacher Allnighter zu sehen. Moderiert von zwei Ikonen der Hamburger Szene, Fred Timm und dem Flotten Totte. Es soll 6 Acts zu bestaunen und danach ne offene Bühne geben. Bin gespannt wie ein Flitzebogen und Benny erzählt in einem nicht enden wollenden Redefluss von den Vorzügen der heute auftretenden Künstler. Er hatte sie alle schon vorher in Göttingen einmal gesehen und war deswegen vollgepumpt mit Adrenalin und zu hibbelig wie ein Eichhörnchen auf Technopillen.
In der S-Bahn unterhalten wir uns viel über die Vergangenheit von TA und die Entwicklung der derzeitigen Politik da. Immer wieder wünsche ich mehr in die Außenpolitik involviert zu sein. Erstaunlich wie viel Benny noch aus der alten Zeit weiß. Bin eh immer wieder erstaunt dass einem die Geschichte des Spiels einem wie eine Ewigkeit vorkommt wo sie doch gerade erst ein paar Jahre alt ist. Es verändert sich eben immer wieder viel und Leute die eine Zeit prägen gehen. Das krempelt manchmal das ganze Spiel um. Faszinierend wie schon im Kleinen so viel von einzelnen Personen abhängen kann. Dem Untergang ganzer Reiche ging der Untergang einer wichtigen Person voraus. Man siehe z.B. Alexander der Große.
20:00 Bahnhof Dammtor -> Logo
Der Weg zum Logo war einfach. Dort angekommen kaufen wir uns Karten und gehen rein. Nix los. Voll seltsam. Dabei kennt doch jeder Den KatzePensen und Konsorten. Erstmal an die Bar und Bier kaufen. Benny ist überaus pikiert was die 0.3 l Flaschen bei uns angeht. Er trinkt sonst nur aus 0,5 l Buddeln und kann das Argument nicht verstehen, dass das Bier in großen Flaschen schneller ranzig wird. Naja, irgendwo hat er ja recht. Muss man eben schneller trinken.
Er kann mir von den anwesenden Personen ca. die Hälfte sofort beim Namen nennen und mir bei einem weiteren Viertel erklären dass die auch in Göttingen dabei waren und wer davon wie besoffen war. Faszinierend. Schön ist wirklich, dass die Künstler sich schon vor der Show unter die Leute mischen und sich auch nicht scheuen sich Anekdoten aus vergangenen Tagen anzuhören.
ca. 21:00 Uhr, Logo, n paar Pilsetten danach vielleicht oder so
Der Flotte Totte und Fred Timm eröffnen das Festival und erster Act sind gleich die gottgleiche Combo Den KatzePensen aus Hamburg, bestehend aus Pensen und Katze Klose alias Kotze Klase. Es wird gerockt und gefeiert, Bier fließt in Strömen, genau wie die Tränen beim Gelächter. Benny explodiert fast vor Begeisterung und fängt schon recht schnell an das links neben ihm sitzende blonde, kleine Mädel anzugraben. Dezent aber merklich. Ganz Gentleman.. auch wenn ihr Freund daneben sitzt. Der Junge weiß was er kann.
Die "Raucherzone" im Logo besteht aus einem Podest im hinteren Drittel des Raumes, von der Klotür aus gesehen. Schnell wird aber klar, dass trotz dieser suuuper geilen Abtrennung vom Rest des Raumes sowohl Publikum, als auch Künstler und Angestellte auf das Rauchverbot schon lange einen riiiesen Haufen kacken der mit dem Verlauf des Abends immer größer wird. Nicht ganz zu meinem Verdruss, wie ich gestehen muss. In den Pissbecken sind kleine Fußballtore angebracht. Endlich mal Entertainment auf dem Abort.
Nach der ersten Combo folgen Spieltrieb aus Oldenburg (zwei nette Jungs mit Gitarren), der Weiherer (ein Barde aus Oberbayern, den ich persönlich echt toll fand. Eine Meinung mit der ich fast allein war, weil die meisten Leute im Publikum einfach seine Texte nicht verstehen konnten), dann kamen ein Deutscher und ein Franzose, die auf Englisch gesungen haben und schließlich Vicky Vomit (ein Thüringer Musikmacher mit DDR-Metal-Vergangenheit). Ganz zum Schluss laufen dann noch Wohnraumhelden aus Hannover auf, die ich persönlich für eine der besten Bands des Abends halte. Meisterlich dahingebrummte Mitgröhltexte in Masse auf jeden Fall bei allen Bands. In so fern schon mal gelungen. Benny und ich lassen uns gepflegt volllaufen und schnacken ein bisschen mit Vicky Vomit am Tresen. Netter Kerl. Meint wir Norddeutschen haben alle irgendwie Körpergeruch.
Als die letzte Band dann die Gitarren in die Ecke stellt, soll eigentlich offene Bühne sein, aber schnell wird die Mucke aufgedreht und die meisten Leute verziehen sich recht schnell, so dass nur noch ein kleines Grüppchen übrig bleibt.
Katze Klose ist der erste, der sich nach einer kleinen Verschnaufpause wieder ein Instrument schnappt und von da an fast den Rest des Abends eine One-Man-Show abzieht. Nachdem Herr Pensen dann ne Sportzigarette rumgehen lässt und sich die meisten um Katze versammelt haben, kommt man ins Gespräch. Immer nett sich nach Konzerten mit den Künstlern unterhalten zu können, auch wenn das vielen bestimmt auch übelst auf den Sack geht. Die hier sind auf jeden Fall aufgeschlossen und labern gerne herum.
Man spielt die Kamellen von vorher und alles was man so im Repertoire hat. Benny wünscht sich dann auch noch die "Hodenland" gennante Abwandlung des Songs "Russland" von Katze. Extra für ihn wird dieser bis dato nur ein einziges Mal gespielter Song dann geträllert.
Katze verrät mir danach noch an der Pissrinne, dass er sich bei RTL oder so, für dieses Tarzan-Dingens angemeldet hat und hält mich an für ihn zu voten. Ich erzähle ihm, dass wir extra aus Bielefeld und Dresden gekommen sind um uns diesen Abend anzutun. Er ist erstaunt und ein bisschen gerührt, aber dann hat er es schon fast vergessen und haut wieder in die Saiten. Man merkt deutlich, dass die Künstler an diesem Abend nicht genug bekommen und für ihr Fach leben.
Irgendwann zwischen 3:00 und/oder 6:00 oder so
Langsam ist Aufbruchstimmung. Die Leute verziehen sich nach und nach. Benny und ich bleiben bis zum Schluss und laufen als die Schotten dicht gemacht werden mit Pensen und Katze noch zu Bahnhof Dammtor. Dort wird noch feierlich ein kleines Frühstück mit den beiden und einem langhaarigen Fan eingenommen, der irgendwie auch die ganze Zeit dabei ist.
Auf dem Weg zum Bahnhof erzählt Katze, dass er im Kippenautomaten im Logo die EC-Karte eines der Moderatoren gefunden hat. Er ruft kurz darauf bei ihm auf dem Handy an und pöbelt lautstark eine Beschimpfung nach der Anderen auf seine Mailbox. Köstlich. Bin gespannt was der gute Mann denkt wenn er die Nachricht abhört.
Wir verabschieden uns nach dem Essen von Pensen und Katze und zu meiner Schmach muss ich gestehen, dass ich Bennys Angebot, noch auf die Reeperbahn zu gehen und auf dem Fischmarkt nen Absacker zu trinken, dankend ausschlage, weil ich voll bin wie ein Eimer und müde wie nix gutes.
Auf dem Weg esse ich ca. 2-3 belegte und völlig überteuerte Sandwiches vom Kiosk und leite uns noch einmal fast in die falsche Richtung. Gut das Benny einen vernünftigen Orientierungssinn hat und den Kurs dann wieder korrigiert.
Zuhause bei meiner Schwester knalle ich dann fertig (aber dieses Mal ohne fremde Hilfe) in die Falle.
Sonntag, 09.03.2008, Frühstück
Es gibt Brötchen und Rührei mit Maggi. Lecker, auch wenn man das erst bezweifeln könnte. Es wird nicht mehr viel gerissen. Ein bisschen geklampft, ein bisschen erzählt und ansonsten schön chillig der Sonntag genossen.
Irgendwann naht dann der Abschied. Benny fährt zum Hauptbahnhof um dort seine Mitfahrgelegenheit zu treffen und ich steige wieder ins Auto und ballere gen Süden.
Insgesamt war es ein sehr cooles Wochenende, an dem ich endlich mal meinen langjährigen Chatkollegen Knägge kennenlernen durfte. Ich habe ihn als einen energiereichen und redefreudigen Menschen kennen gelernt, der in vielerlei Hinsicht mit mir auf einer Wellenlange liegt. Er kann sich wunderbar für Dinge begeistern und die Euphorie bezüglich dieser auch wunderbar auf seine Umwelt übertragen. Außerdem, was manchen Menschen, der ihn aus'm IRC kennt, verwundern dürfte, ist er ein überaus höflicher und dankbarer Gast und Mensch. Er steht zu seinen Überzeugungen und ist auch für sehr persönliche Gespräche offen. Ich denke es wird nicht das letzte Mal sein, dass ich mit Benny was unternommen habe. Fazit: Der Junge rockt!
Schlusswort:
So, das war dann wohl der erste und hoffentlich nicht letzte RL-Bericht, den ich für Euch geschrieben habe. Ich gedenke aus dem Auswurf meiner Erlebnisse eine monatliche Serie zu machen, also lasst Euch nicht lumpen und kauft schön ein paar Kisten Pils ein, damit ich nicht verhungere wenn ich unverhofft bei Euch auf der Matte stehe. ;) So long...
Euer Fuzi
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Autor: Porreefuzius

Ich bin seit 2004 aktives Mitglied der Teutonen. Habe mich relativ schnell vom Noobwunder zum Seneschall (Innenminister) der Allianz hochgearbeitet und bekleide dieses Amt seit dem mit kurzer Unterbrechung. TA hat mir seit dem ich es spiele immer viel bedeutet und daher suche ich sowohl in-, als auch außerhalb meiner Allianz ständig nach neuen Betätigungsfeldern um dem Spiel wieder Schwung zu geben. Zu TA bin ich 2004 über Lightness gekommen, die mit im BTM-Chat eingesammelt hat. Ich selbst bin Jahrgang 1981 und als Physiotherapeut in Bielefeld tätig.
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