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Die Entstehungsgeschichte des Götterboten

Sir Henry
Was mache ich hier eigentlich fragte sich Henry.

Er stapfte durch die kalte Nacht - nur weil der Chef so eine spontane Idee in der letzten Sitzung der Schreiberlinge für das DAF hatte.

Da hatte er doch glatt vorgeschlagen eine regelmäßige, monatliche Zeitung zu veröffentlichen.

Die Idee als solches war ja nicht schlecht - aber Ivan wollte die Zeitung kostenlos verteilen und aus eigenen Mitteln finanzieren.
Klar, Ivan war ein betuchter Geschäftsmann - aber musste man dann gleich das Geld mit vollen Händen aus dem Fenster werfen?
Eine kostenlose Erstausgabe würde ja wohl reichen.

Aber das war nicht Henrys Problem.

Er musste sich jetzt nur durch die kalte Nacht kämpfen um zu Ivans Haus zu kommen.

Dort hatte er Lara und Henry eingeladen um die Erstausgabe organisatorisch vorzubereiten.

Henry hoffte dort wenigstens was zu trinken zu bekommen.

Henry wusste nicht was Ivan sich genau vorstellte und bei der stürmischen Kälte an jenem Abend die durch sämtliche Kleidung bis auf die Haut durchdrang verfluchte er sich selber weil er wieder schneller mit seinem Handzeichen war als Ivan freiwillige Mitarbeiter suchte als sein Verstand ihm von der ganzen Arbeit abraten konnte.

Ob Lara schon da sein würde?
Was will Ivan in der Zeitung als Themen bringen?
Wie will er wichtige Themen behandeln?
Welche Leute würden noch mitarbeiten?
Hatte Ivan schon eine Druckerei die die Zeitung für ihn drucken würde?
In welcher Auflage soll die Zeitung überhaupt erscheinen?
War es eine ernsthafte oder doch eher spontane Idee?

Alles Fragen die Henry durch den Kopf schossen, während er den Kragen versuchte noch enger zu zuziehen, aber die Kälte war schon durch die Kleidung durch und Henry spürte wie die Kälte langsam in ihm hoch kroch.

Hinter der nächsten Biegung sollte das Haus von Ivan liegen und dann wären es nur noch ein paar Schritte.

Ivan hatte hoffentlich den Kamin schon angeheizt....


Ivan der Schreckliche
Es war ein kalter Winterabend. Der eisige Wind zog durch das Haus und Ivan feuerte erstmal den Kamin an.
Ihm wurde langsam wohlig warm ums Herz und er beschloss, es sich in seinem alten edlen Sessel vor dem Kamin bequem zu machen und auf seine Freunde zu warten. Doch konnte er nicht zur Ruhe kommen:

Ja, was hatte er sich da nur eingebrockt.
Während dem letzten Treffen brachte er spontaner Weise die Idee ein, für das DAF eine monatlich erscheinende Zeitung zu veröffentlichen.

Ivan war sich nicht sicher, wie die Zeitung überhaupt zustande kommen sollte oder wie die Menschen gar reagieren würden? Würde die Zeitung gelesen werden? Wie lange würde sie durchhalten?
Doch er wagte es, den Vorschlag zu machen. Noch am selben Abend wurde vereinbart, in welchem Rahmen man sich treffe um die Erstausgabe zu planen.

Zuallererst lud Ivan seine vertrautesten Freunde, Lara und Henry in sein abgeschiedenes Haus am Rande der Stadt ein. Er wusste nicht, ob sie seiner Einladung auch folgen würden, denn schließlich war er nicht der Erste, der eine Zeitung (erfolgreich) veröffentlichen wollte.
Aber er war sich sicher, in Rom würde es genug geben, worüber man schreiben könnte.
Aber hatten drei Schreiber überhaupt die Möglichkeit eine Zeitung Monat für Monat auf die Beine zu stellen, geschweige den diese überhaupt zu finanzieren?

Er wollte einfach warten, wie Lara und Henry darüber denken. Er schaute erwartungsvoll aus dem Fenster...


Lara-Sophia
Idiotisch, von dir, völlig idiotisch...

Schimpfte sie leise vor sich hin. Die letzten Tage waren sehr ereignisreich gewesen. Sie hatte einen Konflikt mit dem Imperator und dieser hielt immer noch an. Im Moment hatte sich zwar der Kartoffelbauer als Vermittler eingeschaltet, und da Funkstille herrschte, nahm sie nun an, dass Waffenstillstand herrschte. Aber, sie hatte schlaflose Nächte verbracht. Advokaten sollten bemüht werden. Und wenn dies tatsächlich geschehen sollte, so würde sie nur eine Chance haben, die Flucht nach Vorne. Und seitdem dieser Disput begonnen hatte, schlief sie schlecht, und, sie hatte begonnen mit sich selbst Gespräche zu führen.

Und da stapfte sie durch den kalten Wald um sich mit Ivan und Henry zu treffen. Idiotisch, wie sie sich selbst schimpfte. Sie sollte ihrer Arbeit nachgehen und nicht wieder flüchtigen Hirngespinsten nachrennen.

Schon von weitem sah sie ihn, Ivan, als dunkle Gestalt am Fenster stehen. Sie winkte und hoffte, dass sie dort etwas Anständiges zu trinken bekam. Ein halbes Schwein wäre auch nicht zu verachten, denn sie hatte Hunger.

Er wollte eine Zeitung herausbringen, Ideen hatte der Mann. Noch lächelnd klopfte sie freudig an die Tür.


Ivan der Schreckliche
Nach einiger Zeit sah Ivan von weitem eine Gestalt winken.
"Das muss Lara sein", dachte er und freute sich.
Er legte noch schnell etwas Holz nach, damit sich seine Gäste auch wohlfühlten.

Dann klopfte es auch schon an der Tür.
Ivan öffnete die Tür und vor ihm stand eine bis oben dick eingepackte Frau.
Sogleich bat er Lara in sein wohl temperiertes Haus und schloss die Tür sofort um Lara vor dem eisigen Wind zu schützen.

Herzlich umarmend begrüßte er Lara. Ivan strahlte bis über beide Ohren.
"Hast du Henry nicht gesehen?", fragte er und bot Lara an, ihren Mantel abzulegen und sich am Feuer aufzuwärmen...


Sir Henry
Das die letzten Meter bis zum Ziel sich immer so lang ziehen mussten.

Wie schön wäre es jetzt zu Hause vor dem warmen Kamin zu sitzen und einfach nur etwas zu lesen bei einer guten Flasche Wein - aber nein - das wäre ja zu einfach.

Also stapfte Henry weiter durch den böigen Wind und erreichte die letzte Biegung.

Er konnte Ivans Haus schon sehen. Die Fenster waren hell erleuchtet - wenigstens hatte Ivan den Termin nicht vergessen und war zu Hause.

Henry war noch einige Meter von der Hütte entfernt, das sah er dass die Tür aufging und sofort auch wieder geschlossen wurde.

Henry machte sich keinerlei Gedanken darüber sondern beschleunigte seine Schritte - er wollte endlich raus aus der Kälte.

Einige Augenblicke später erreichte er die Tür und klopfte mit der Faust heftig gegen die Tür in der Hoffnung dass die Türe dadurch schneller aufgehen würde....


Lara-Sophia
Gerade als sie Ivan Ihren Mantel reichte, klopfte es wieder, und diesmal richtig heftig an der Tür. Vor Schreck zuckte sie zusammen, denn plötzlche laute Geräusche waren ganz und gar nicht ihre Sache, waren es noch nie.

Ich mach schon auf, das ist sicher unser Sir Henry, wahrscheinlich schon fast erfroren bei den Temperaturen draußen.

Und richtig, vor der Tür stand Henry, mit einer rot gefrorenen Nase in viel zu dünnem Gewand, wie sie meinte. Eitelkeit wurde eben gleich betraft.

Sie verbeugte sich leicht und bat ihn herein. Dann folgten sie alle Ivan zum Kaminzimmer. Auf dem Rost brutzelten herrliche Bratäpfel und der ganze Raum war erfüllt von den aromatischen Gerüchen. Sie zwinkerte Ivan zu und setzte sich in den Stuhl mitten vor den Kamin, so dass die Herren, einer rechts und der andere links, neben ihr Platz nehmen konnten.

Dann rückt mal heraus mit der Sprache, Ivan.

Bekräftigte sie ihre Erwartungen und deutete den Herren ebenfalls Platz zu nehmen. Eein Diener kam vorbei und drückte ihr einen Becher warmen Gewürzweins in die Hand, den sie zufrieden in beide Hände nahm und sich im Stuhl zurücklehnte.


Ivan der Schreckliche
Kaum hatte Lara Ivan ihren Mantel gereicht, klopfte es wie verrückt an der Tür.
Und Lara öffnete auch sofort.

Draußen stand - wohl zur Freude beider - ein bis auf die Knochen ausgekühlter Henry.
Henry wurde hereingebeten und die Türe wieder fix geschlossen.

Endlich seid ihr da!

Er ging voraus ins Kaminzimmer, wo schon leckere Bratäpfel auf dem Rost brutzelten.
Lara ergatterte sich gleich - Ihm kurz zuzwinkernd - den Kaminstuhl, wo Ivan vorher noch Platz genommen hatte.
Etwas verdutzt schaute Ivan drein und dachte "...sowas in meinem Haus...", aber er konnte Lara einfach nicht böse sein und irgendwie war das ja auch Lara.
Sie bot den beiden Herren die Plätze neben sich an und wartete nun auf erste Ideen von Ivan.

Ivan kam auch gleich zur Sache:

[b]Also, nochmal lieben Dank, dass ihr gekommen seid und mich bei meinem Vorhaben unterstützen wollt. Der erste Schritt, der uns wohl bevor steht, ist, Mitstreiter zu suchen, denn zu dritt schaffen wir es nicht, die Fülle an Informationen nieder zu schreiben.
Dann brauchen wir einen Namen. Habt ihr eine Idee?[/b]

Er versuchte, sich seine Unsicherheit nicht anmerken zu lassen, denn eigentlich hatte er selbst noch keine Idee.


Lara-Sophia
Ivan war wieder ganz Herr der Organisation. So lehnte Lara-Sophia sich erst eimal zurück und entspannte sich beim Zuhören. Zwischendurch ging ihr immer wieder die eine Frage durch den Kopf, ob die beiden überhaupt wussten auf was sie sich da eingelassen hatten? Für eine Zeitung wie Ivan sie plante benötigte man sehr viel Selbstdisziplin und Konstanz. Ein kurzfristiges Hochgefühl einer Motivation würde nicht ausreichen, denn die Arbeit würde schon nach sehr kurzer Zeit wirkliche Arbeit und Routine werden. Zumal noch dazu kam, dass sie gerade in diesem Moment nicht gerade die Angesehensten innerhalb der Provinzen waren. Grund war ihr letztes gemeinsames Projekt. Sogar der Imperator persönlich hatte ein aufmerksames Auge auf sie geworfen.

Sie schnupperte immer wieder in Richung der Bratäpfel und nippte an ihrem heißen Gewürzwein bevor sie Ivan auf seine Frage antwortete:

Mitarbeiter suchen? Lasst uns doch eimal ein paar Namen nennen und dann versuchen die Krieger und Kriegerinnen anzusprechen.

Nach einem weiteren Gespräch, indem sie die Themen besprachen, wie sie die Zeitung als Depesche in die Provinzen tragen wollten, wer den Druck die Kosten übernahm, wurde aus einem kurzen abendlichen Treffen eine lange Sitzung. Die ersten Aufagen waren verteilt und man wollte sich recht bald wieder treffen. Der Erscheinungstermin der Zeitung "Der Götterbote" sollte die Nacht der Jahreswende werden. So gingen sie in den frühen Morgenstunden auseinander.


Ivan der Schreckliche
Ivan war geschafft, aber auch froh, als seine Gäste am frühen Morgen sein Haus verließen.
Nun wusste er, dass nichts mehr schief gehen konnte. Sie hatten stundenlang diskutiert, sodass nichts mehr dem Zufall überlassen wurde.

Es musste nun an die Zusammenstellung der Ausgabe gehen. Artikel wurden geschrieben, Kontakte hergestellt, Allianzen und Gladiatoren interviewt, bis DER Abend bevorstand. Gerade noch so konnte die Ausgabe gefüllt werden. Dem Veröffentlichen stand nichts mehr im Wege.... oder doch nicht?


Lara-Sophia
Lara-Sophia musste dann die folgenden Tage mitansehen wie sich eine kleiner Streit anbahnte, eine Meinungsverschiedenheit bezüglich des Ortes, wo das Pergament gedruckt werden sollte oder konnte. Jeder ihrer Geschäftspartner wollte... ach, und sie saß dazwischen.

Die Öffentlichkeitsarbeit war getan, die Marktschreier hatten die Kunde des monatlich erscheinenden Götterboten, bestens informiert mit Hermes in alle Provinzen getragen. Einige Stimmen wurden laut, auch Hämische und Provozierende. Man traute ihnen eine Zeitung nicht zu. Das hätten schon andere versucht. Die Sache hätte so einen langen Bart. Es würde keinen interessieren... und vieles andere mehr, dass an dieser Stelle besser verschwiegen werden sollte.

Ach ja, Mitarbeiter hatten sie auch zusammengetrommelt. Die Begeisterung war groß, zu Anfang. Am Tag der Tage, am Altjahrsabend saßen sie zu zweit da, von allen andere verlassen. Lara-Sophia und Iva n der Schreckliche.
Was tun? Was machen? Sollten sie sich jetzt die Nacht um die Ohren hauen und auf Feierlichkeiten verzichten? Gleich zu Beginn einen Imageverlust erleiden und den Hyänen Recht geben?
Nein das war nicht denkbar. So setzten sie sich gemeinsam zusammen, tauschten sich aus und entwarfen Texte, redigierten bereits Vorhandene, setzten Buchstaben in die Platten und warfen die Druckpressen an. Einiges mussten sie noch von Hand erledigen, so dass nach ungefähr sechs oder sieben Stunden die sie beide opferten, zwar der Jahreswechsel an ihnen vorbeieilte aber die Ausgabe pünktlich wie geplant erscheinen konnte.


Ivan der Schreckliche
Beide saßen sie nun da.
Warum musste es auch nur diesen blöden Streit geben... es war doch nur der äußere Rahmen, indem die Zeitung erscheinen sollte. Er war schließlich der Gründer, der Schöpfer der Zeitung. Ivan fühlte sich verantwortlich.
Aber was sollten sie tun? Aufgeben kam für Ivan nie in Frage. Dafür hatte er sich für den Götterboten zu sehr engagiert. Die Ausgabe musste einfach erscheinen.
Zusammen mit Lara-Sophia saß er nun zwischen Bergen von Artikeln und Texten, die alle in einen Rahmen gebracht werden wollten. Es sollte etwas Besonderes werden.

Sie arbeiteten bis ins neue Jahr. Bis es endlich geschafft war. Die Zeitung konnte erscheinen. Schnell wurden noch die Boten beauftragt, die Nachricht zu überingen.
Dann fielen beide erschöpft ins Bett...



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Autor: Lara-Sophia

Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.

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