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Das Allianztreffen der Amazonen

Ladys, darf man(n) bitten?
Das Amazonentreffen 2007

Anreisetag: Freitag, der 27. Juli 2007
Ort: Bad Windsheim in Franken

Freitag im späten Nachmittag erreichten Nerfertiry und ich Bad Windsheim. Die Reisezeit war leider durch Staus um einige Stunden verlängert worden, ansonsten wären wir kurz nach Mittag bereits da gewesen.
Wir waren nicht die ersten, es waren bereits so einige da und mich erwarteten nun zum ersten Mal die Personen hinter den TA-Charakteren. Interessant war, nun endlich auch zu erfahren, wie K`Ehleyr ausgesprochen wird: es klingt etwa wie "Kellahr" und ist Klingonisch. Damit ich mich nicht immer wieder vertippe, nenne ich sie hier nun im Folgenden K'E. (Ich hab dich ja vor gewarnt ;) )

Rasch waren das Zelt aufgebaut und die Einkäufe erledigt, so dass wir in aller Ruhe ins Wochenende einsteigen konnten.
Trotz der herben Wettervorhersage regnete es nicht ganz so häufig und einige Male schaute auch die Sonne zwischen den Wolken hervor. Dank eines Großraumzeltes konnten wir allesamt die Regenschauer gut und vor allem trocken überstehen.

Das Gelände, auf dem wir waren, war große klasse. Ein richtig großer Weiher, bei uns nennt man sowas schon kleiner See, war auf der einen Seite, ein Schwimmbad (Kurbad) auf der anderen Seite, das wir aber wegen des wechselhaften Wetters nicht besuchten. Ein Waschhaus, gut eingerichtet, befand sich auf dem Platz und eine feste Grillstelle. Zwei Caravans standen auf dem Parkplatz (ein Schweizer und ein Emsländer), deren Bewohner uns aber weder störten noch störten wir sie; und auf der anderen Seite des Waschhauses stand das Zelt eines Pärchens, das aber ebenfalls nicht störte, auch wenn wir Samstag Abend Angst hatten sie zu stören, doch dazu später.

Der Freitag Abend wurde gemütlich mit einem Grill-Abendessen begonnen und verlagerte sich dann zum Lagerfeuer hin. Kannibale hatte genügend Holz mitgebracht; damit hätten wir noch zwei weitere Nächte gut heizen können.
Sehr erfreut war ich darüber, dass der Met des "Imkers meines Vertrauens" so gut gemundet hat. Kurioserweise war der Met bei meinem Imker bestellt worden (per Versand), nur leider hatte ich keinen Platz im Gepäck, da ich eine gute Stunde mit der Bahn fahren musste bis zum Treffpunkt mit Nerfertiry.

Es wurde Samstag und pünktlich eine Minute zu spät setzten wir zum Ständchen für Kannibale an, der datiert ein Jahr älter wurde.

Man berichtete mir am folgenden Morgen, dass Nachts noch einige Geburtstagsgäste für Kanni erschienen seien, doch Kanni war schon weg (pennte zu Hause) und die Gäste hielten müde Amazonen davon ab in ihre Zelte zu kriechen. Ich hab davon nichts mehr mitbekommen. Ich lag recht früh schon im Bett: Reisen schafft mich einfach.

Etwas überrascht war ich dann, als ich um neun Uhr als eine der ersten wach wurde und auf den Beinen war. Mit und mit krabbelten andere zerknautsche Gestalten aus den Zelten. Da das für einige so wichtige Morgen-Elexier, der Kaffee fehlte und auch diverse andere Sachen, die man für ein gutes Frühstück benötigt, zogen wir in einem kleinen Trupp los in den nahen Kaufpark. Die Kaffee-Bar des Bäckers wurde sofort von diversen Leuten angesteuert während wir anderen Brot, Aufstrich und Aufschnitt holten.

Voll bepackt mit tollen Sachen, die das Frühstück leichter machen zogen wir zurück zum Zeltplatz und trafen noch mehr Erwachte an.
Stephanie wurde zur Erlöserin aller Qualen, wie es schien, als sie mit einer großen Kanne (oder gar zwei?) Kaffee anrückte.

Als der Großteil mit dem Frühstück fertig war (luxemburger Schinken ist nur zu empfehlen! Und Schmiddeys Honig geht einfach über alles, selbst über den Honig des Imkers meines Vertrauens) trafen auch LN und Kanni ein, die zu Hause geschlafen hatten, sowie Jalina, Rael, Noah (das Baby) und Silvana, die ebenfalls bei LN und Kanni Unterschlupf gefunden hatten.

Einige setzten sich sofort daran und lernten pokern bzw. spielen es bis in den Nachmittag hinein. Diversestes wechselte den Besitzer: Neben Geld und angeblich auch Zelten natürlich auch Denarii.

LadyNelson verließ uns für eine Weile mit der Tochter vom Krieger (die beiden gingen reiten) und ich packte mir Tirgatao, Schmiddey, K'E und Rael. Wir probten eine Hymne für unsere Königin ein. Zusammen hatten wir das noch nie geübt und Tirgatao hatte auch erst eine Stunde vorher das Lied zum ersten Mal gehört.
Das Lied: "Herrin des Feuers" von "Subway To Sally"
An der Gitarre: Schmiddey
An der Tamburin: Tirgatao
Stimmen: Rael, K'E und ich (wobei wir neben dem Text auch die Violine sangen)

Zu spät merkten wir, dass LN zurück gekommen war und natürlich hatte sie etwas mit bekommen. Doch konnte sie hingehalten werden.
Als Schmiddey sich dann nach der ersten Probe ins Zelt zurück zog mit Fieber, schmissen wir anderen gedanklich den Auftritt wieder. Doch dank der tollen Fürsorge von TrippleX war Schmiddey im späten Nachmittag schon wieder auf den Beinen.

Die Zeit wurde nicht lang, denn in Hauptsache wurden Gespräche geführt und man lernte sich näher kennen. Auch heftiger Wind, der uns den Regen ins anfänglich noch offene Zelt blies, ließ die Laune nicht verderben. Wir hängten einfach die Seiten zu und gut wars.

Geschickt wurde Kannibale im frühen Abend dazu gebracht, nochmal Getränke einkaufen zu fahren, so dass LadyNelson und Rael das vorbereitete Geschenk den Schenkern präsentieren konnten und wir, die wir noch keine Unterschrift geleistet hatten (auf einem Stofffetzen, der dann auf ein T-Shirt genäht wurde) dies nachholen konnten.
Als Kanni endlich wieder kam und neben der von LN "vergessenen" Apfelschorle auch noch für den Alkohol des Abends gesorgt hatte (Bier), wurde ihm das Geschenk überbracht. Das T Shirt zierte den Abend lang Kannis Body.
Jetzt war auch die unausgesprochene Frage Kannis geklärt, warum bei ihm und LN in den letzten zwei Wochen so viel Post angekommen sei: Abwesende Amazonen hatten ein unterschriebenes Stoff-Stück LN geschickt.

In einer trockenen Stunde packte ich meine zwei mitgebrachten Poi Paare aus und eine ganze Menge an Leuten probierte sich im Spiel.
Die typischen Anfängerfehler sorgten für Heiterkeit bei den Zuschauern. Besonders Kingpin hatte seine Mühe sich selbst nicht den Kopf grün und blau zu schlagen und danach die Pois zu entheddern.

Das Abendessen lockte dann viele vom Poi-spielen weg. Kanni lud ein und hatte Fleisch bei einem Catering Service bestellt. Mit einer leckeren Sauce und viel Brot wurde somit das Abendessen bestritten.
Als die hungrigen Mäuler besänftigt waren, trommelte Jalina uns alle zusammen und Gruppenfotos wurden gemacht (auch in "Braveheard Pose" wie LN sie nannte; nein, wir haben keine Röcke gelüpft!).

Noch einmal gingen wir "Liedermacher" ans üben. Diesmal außer Hörweite eines jeglichen Treffenteilnehmers. Einzig die Spaziergänger, die an uns vorbei kamen, schauten ein wenig komisch.
Danach konnte es dann auch los gehen.
Am Zeltplatz bauten wir den Thron für unsere Königin auf (einen Campingstuhl mit rotem, oragem und gelbem Tuch behängt) mit Fackeln davor.

Nach der Hymne überraschte Kannibale uns alle: Er nutzte die Gunst der Stunde und den "Thron", um mit einem riesigen Strauß Rosen in den Händen unserer Königin einen Heiratsantrag zu machen. Ich glaube kaum ein Auge blieb dabei trocken.
LadyNelson sagte Freude strahlend zu.
Mit Sekt wurde angestoßen beziehungsweise rumgesprüht, so dass der regen, der in diesem Moment wieder einsetzte, nicht auffiel. Auch störte er keinen, denn solch eine Sache wird gefeiert ohne dass man sich vom Wetter stören lassen würde.

Das Lagerfeuer loderte schon und je später es wurde, desdo öfter fragte der Krieger, wann ich denn mit meinen Glowpois was vorführen würde. Schließlich fuhr er sein Auto zum Lagerfeuer und legte die CD ein, die ich mitgebracht hatte.
Ich hatte eine kleine "Performance" einstudiert, aber eigentlich zu einem anderen Anlass, doch mit Musik spielt es sich besser als ohne und solche Musik kann man immer nutzen: Trommel- und Dudelsack-lastige Musik von Schelmish.

Als Krieger eine halbe Stunde später sein Auto wieder auf den Parkplatz brachte und zurück kam, traf er am Zelt hinter dem Waschhaus auf den männlichen Bewohner, der Krieger auf die Musik ansprach. Doch war sie keineswegs zu laut gewesen, wie befürchtet, sonder der Herr dachte, die Band sei gar da und wollte zu uns kommen um den Spielleuten zu lauschen.

Kingpin näherte sich irgendwann dem Lagerfeuer und begann Frauenwitze zum Besten zu geben, doch einige Amazonen kannten noch bessere.
Später, nach Mitternacht, gab er seine Sicht der Dinge bekannt: Warum auf dem Illutreffen der Slip einer Dame gehangen habe, die mit ihm im Camper die Nacht verbracht hatte. Doch außer, dass Kingpin ein begnadeter Masseur sei und es ihr bewiesen habe (Rückenmassage, so hörte es sich an), sei zwischen den beiden nichts vorgefallen. Das Kreuzverhör (an dem bis zu 10 Frager gleichzeitig beteiligt waren) ergab auch nichts anderes.
Als sehr zutraulich unserem Volke gegenüber (den Amazonen) zeigte sich Kingpin dann, als er TAMARA und Stephanie gar aus der Hand fraß: Marshmallows am Stecken
Ganz begeistert schien er auch von Silvana, denn ihr legte er sich gar zu Füßen (bei vollem Bewusstsein obwohl ein gewisser Pegel an Alkohol hier seine Wirkung zeigte).

An diesem Abend muss die Drachenlegion unheimlich viele Denarii eingenommen haben, denn jedes Mal, wenn eine Flasche entkorkt werden musste, wurde Schmiddey zur Hilfe genommen: Er hatte als einziger einen Flaschenöffner dabei.

An diesem Abend blieb ich länger wach (auch wenn ich das am Sonntag bereuen sollte, da ich vor lauter Müdigkeit fast den Bahnhof verpasste, an dem ich aussteigen musste) und pünktlich um neun Uhr in der Früh wurde ich wach und konnte partout nicht mehr einschlafen.

Mit Schmiddey und Eumenides sorgte ich für eine gewisse Grundordnung vor den Frühstück, so dass ich ohne schlechtes Gewissen vor dem Mittag mit Nerf abreisen konnte.
Dass wir Aufräumenden Kingpin bei seiner Nachtruhe auf dem Feldbett unter dem Pavillion störten, tut mir ehrlich Leid!

Um half zwölf, das Zelt war abgebrochen und verpackt, wir hatten uns von allen noch Anwesenden verabschiedet, machten Nerf und ich uns auf den Weg zurück ins karnevalistische Herz NRWs. Wir dachten, Sonntags käme man schneller voran auf der Autobahn doch wieder hatten wir Pech und brauchten fast so lange zurück wie am Freitag hin.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Kanni und LN, die das Treffen auf die Beine gestellt haben und den tollen Platz angemietet hatten.



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Autor: Priscylla

Priscylla

Ich war erst Amazone, dann begann ich mit TA im März 2007.
Ich bin Rollenspielbegeistert und freue mich auf jedes neue TA-RPG, in dem ich mich austoben kann.
Entsprungen dem Jahrgang '85 befinde ich mich derzeit mitten im Bauingenieursstudium.

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