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Chronik: Copa - Die Bruderschaft

Chronist der Copa-Bruderschaft: Crying_Freeman

Sirius, der hellste Stern am Firmament zeigte sich von seiner schönsten Seite. Vize-König Kangaax musste lachen, als er sich an die Bekanntschaft mit Hardkore erinnerte. Sein schallendes Gelächter erregte die Aufmerksamkeit des Samurai, der bis eben noch am Lagerfeuer die Unversehrtheit seines Katanas prüfte.

Kangaax, mein Freund. Du scheinst dich zu amüsieren. Lass mich teilhaben an deiner Freude.

Der Dunkelelf schaute über seine Schulter hinauf und blickte in die Augen Ashikagas, welche kaum eine Regung zeigten.

Mein schweigsamer japanischer Freund. Ich musste gerade daran denken wie Hardkore, der alte Schlächter, zu uns stieß. Aber sag, du warst doch auch von Anfang an dabei. Wie konnten wir deine Aufmerksamkeit erregen, Shogen?

Wehmütigkeit verriet der Blick des Freemans. War er doch aus dem Reiche Nippons in das römische Imperium gelangt...

Zu Zeiten der Heian-Periode lebte der Samurai Yoritomo Ashikaga mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen Tsunayoshi und Shogen in der Provinz Harima. Seinem Shogun zu ewiger Treue und Gehorsam verpflichtet, begab es sich, dass Yoritomo Seppuku zu begehen hatte, nachdem er in Gegenwart des Shoguns sein Schwert zog, um vor einem untreuen Diener zu schützen. Das Ziehen des Schwertes innerhalb des Shogun-Palastes stand unter Todesstrafe.

Nach Yoritomos Tod wuchsen die Söhne unter der Obhut ihrer Mutter und ihres Onkels Takero Yamato auf, der zur Familie zog. Unter ihm erlernten Tsunayoshi und Shogen die edlen Schwerttechniken der Samurai bis hin zur Perfektion. Als die Brüder durch die Stadt Edo gingen wurden sie von einer Bande Ganoven provoziert und beleidigt. Mit dem Gram des verletzten Stolzes setzten sich die Brüder zur Wehr und töteten drei von ihnen mit ihrem Katana. Doch auch Tsunayoshi, der ältere Bruder, musste sich der Klinge des Anführers geschlagen geben. Shogen, der schwer verwundet am Boden lag und nach dem Tod verlangte, wurde verschont.

Onkel Takero sandte seinen Neffen, in der Angst vor einem Selbstmordbefehls des Shoguns, in die Weite des japanischen Landes. Fortan verdingte sich Shogen als Ronin, als herrenloser Samurai, seinen Unterhalt durch Aufträge von reichen Familien. Von den Schergen des Shoguns die herausfanden, dass Shogen noch lebte, gejagt, flüchtete der junge Samurai aus Japan und gelangte über China, den mittleren Orient hin nach Europa. In Portugal setzten ihn Handelsleute an Land. Shogen reiste weiter, bis er römisches Land, die Provinz Esquilin, betrat.

Dort angekommen übte er seinen Schwertkampf, bis hin zur nahen Perfektion. Kein Gegner vermochte der tödlichen Klinge seines "O Jorozaemon maru", seines handgefertigten Katanas widerstehen. Diese Klinge war ein Geschenk des Kriegers Makara Jorozaemon, mit dem gemeinsam Shogen in vielen Schlachten kämpfte. Der legendäre Waffenmeister und Schmied Yamada Asaemon Yoshimitsu stellte es in monatelanger Hingabe her.

Gelegenheiten, das Schwert zu nutzen gab es reichlich. Banditen, Räuber und Ehrlose streiften zu dieser Zeit durch Esquilin. Shogen, der Unrecht nicht ertragen konnte, sah sich so veranlasst öfter zur Klinge zu greifen, als ihm lieb war. Eines Tages, die Sonne neigte sich unterzugehen, wurde Shogen Zeuge eines schrecklichen Erlebnisses. Eine kleine Karawane von Gewürzhändlern geriet am Decimus-Pass in den Hinterhalt einer Räuberbande. Diese schwangen ihre schweren Streitäxte. Die verängstigten Händler waren kaum zum Widerstand fähig. Nur der erwachsene Sohn eines Händlers zeigte keinen Respekt und besaß ein so großes Maß an Geschicklichkeit im Umgang mit dem Schwert, welches einigen Banditen den Kopf kostete. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Shogen sah das Szenario und zögerte keine Sekunde. Mit gezogenem Katana, das am ausgestreckten Arm auf seinen Einsatz wartete, stürmte der Japaner auf die Gruppe von Kämpfenden zu.


Einhalt! Hört auf, schrie der Samurai. Doch diese Worte schienen die Räuber nur noch zu beflügeln. Mit rücksichtsloser Gewalt zerspalteten sie die Schädel der Kaufleute und Händler. Es dauerte nicht lange, da surrte das Wakizashi, das Kurzschwert des Freeman mit einem flüchtigen Pfeifen durch die Luft und blieb in der Brust eines Räubers stecken, der einem Alten gerade den Kopf von der Kehle trennen wollte. Geräuschlos brach der finstere Fremde vor dem Alten zusammen. Und dann ging alles schnell.

Drei Räuber umzingelten den Japaner. Mit Klingen und Äxten versuchten sie ihn einzuschüchtern. Doch vergeblich. In stoischer Ruhe verharrte der Samurai in einer Verteidigungsstellung. Der erste Schurke rannte auf ihn zu. Die Arme über seinem Kopf hielten die Streitaxt, bereit jeden Moment zuzuschlagen. Der Schlag wurde ausgeführt. Die Streitaxt raste auf den Kopf Shogens zu. Blitzschnell ließ dieser sich nach vorne fallen, rollte sich über die Schulter ab und trennte im Rollen mit einem kräftigen Schwerthieb dem Banditen die Beine ab. Schreiend und hilflos lag dieser nun hinter dem Freeman auf dem Boden. Das Entsetzen in den Augen seiner Kumpane kam zu spät, denn noch bevor sie dieses Szenario verarbeiten konnten, fuhr die Klinge des "O Jorozaemon maru" durch die Luft, trennte dem Zweiten den Schlagarm ab, der plump blutend ins weiche Gras des Passes fiel. Dem dritten Räuber rammte der Freeman sein Katana frontal in den Bauch. Mit einem Gurgeln in der Kehle ging der Bandit zu Boden und starb.

Gerade als sich vier weitere Gesetzlose auf den Freeman stürzen wollten, kam der tapfere Sohn des Gewürzhändlers dem Samurai zur Hilfe. Gemeinsam machten sie kurzen Prozess mit den Abtrünnigen. Doch die Zahl der Banditen schien endlos zu sein. Gerade als sich ein Pfeil dem Kopf des Freeman näherte zischte es durch das Kampfgetümmel. Der Pfeil wurde noch in der Luft von einem anderen Pfeil getroffen und fiel zu Boden. Erschrocken sah Shogen in die Richtung aus welcher der rettende Pfeil geschossen wurde. Er erspähte einen Reiter in der Ferne, der blitzschnell nacheinander weitere Pfeile verschoss - und traf.

Was zum Teufel... Der junge tapfere Händlersohn konnte nicht mehr weitersprechen, denn er wurde von der kräftigen Stimme des Räuberoberhauptes übertönt.

Los, Rückzug. Lasst die Hunde leben. Aber wir kommen wieder. Verlasst euch darauf!, drohte der Bandit.

Der Reiter näherte sich dem Jungen und dem Samurai und legte den Bogen beiseite. Auf dem Pferd sitzend reichte er den Beiden die Hand.

Seid gegrüßt, Fremde. Ich dachte, ihr könntet meine Hilfe gebrauchen. Ich heiße Nassarian. Doch in Esquilin bin ich besser bekannt als Mythology!

Shogen schüttelte die Hand des Fremden. Ich bin übrigens Desaster, werte Herren. Habt Dank für eure Hilfe. Wohin wollt ihr, wenn ich fragen darf?, mischte sich der Sohn des Gewürzhändlers in die Unterhaltung ein.

Ich habe von Kangaax dem Dunkelelfen gehört. Er gründet gerade eine Gemeinschaft, die gewillt ist, Imperator Painkiller die Stirn zu bieten. Ich bin auf dem Weg, ihn zu unterstützen, berichtete Mythology. Der Samurai nickte. Wenn ihr Gesellschaft gebrauchen könntet, komme ich mit und stelle mich in den Dienst der guten Sache!, fragte der Freeman.

Du musst der Freeman sein, entgegnete Mythology.

Wiederum nickte der Freeman kurz.

Der Ruf deiner exzellenten Schwertkunst eilt dir voraus, Sohn Nippons, ergänzte der Bogenschütze. Er reichte ihm die Zügel eines Pferdes, dass einem der Räuber gehörte. Folge mir, Freeman. Mein Instinkt wird uns zu Kangaax führen!

Desaster rief den beiden hinterher: Ich bringe nur noch den verbleibenden Rest meiner Leute sicher in die nächste Stadt, dann will ich euch folgen ...



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Autor: Lara-Sophia

Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.

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