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Chronik: Copa - Die Bruderschaft

Chronist der Copa-Bruderschaft: Crying_Freeman

Den Pferden die Sporen gebend jagten Mythology und Shogen Ashikaga durch die öden Ländereien des nördlichen Esquilins. Der Staub peitschte auf, so dass die Hinterläufe der treuen Pferde eine große Wolke aufwirbelten. Kaum ein Wort sprachen die beiden Krieger, das war jedoch auch kaum nötig, denn beide merkten sie, dass sie sich blind verstanden. Der Wunsch gemeinsam mit Kangaax dem Dunkelelfen und dem mächtigen Hardkore den Widerstand gegen Imperator Painkiller anzuführen trieb sie an, sich zu eilen. In Gedanken verloren, nichts als die braune Öde des Landes vor sich, erinnerte sich Mythology an seine Geschichte ...

Wie jeden Morgen trat das tiefe feurige Rot der Sonne langsam über die Hügel und Berge des kleinen Dorfes Runcalla und weckte die Menschen, die sich hier niedergelassen haben. Viele arme aber kinderreiche Familien schlossen sich zu einer kleinen Gemeinschaft zusammen, um die Fruchtbarkeit dieses kleinen und abgelegenen Landes, welches sie Alcasol nannten, zu nutzen. Während die Frauen und Kinder die Felder bestellten, machten sich die Männer an die Arbeit, die Häuser zu bauen oder auf die Jagd zu gehen. Jeder half hier jedem und so musste niemand Hunger erleiden oder in den kalten Tagen des Jahres frieren.

Wie jeden Morgen machte sich auch Nassarian mit seiner Mutter und seinen Geschwistern auf, um die Arbeit auf den Feldern zu erledigen. Nassarian war mit 14 Jahren der ältere neben seinen fünf Geschwistern. Tag ein und Tag aus wurde die reiche Ernte zusammengetragen und unter den Dorfbewohnern gerecht verteilt.

Auch jener Morgen schien wie die anderen zu werden. Die Sonne breitete sich langsam über die Felder und das Dorf aus, aus dem sich schon die ersten mit fröhlichen Gesängen und alten traditionellen Liedern zu den Feldern aufmachten. Die meisten Männer bereiteten ihre Werkzeuge vor, während ein paar von ihnen sich in die Wälder begaben um reichlich Tiere für das bevorstehende Erntefest zu jagen.

An diesem Tag war Nassarian für die Arbeit in der Scheune eingeteilt, welche ein wenig abgelegen am Rande des Dorfes stand. Die Scheunentore waren weit geöffnet und die Sonne schien mit ihrer ganzen Pracht auf den Arbeitsplatz von Nassarian. Dieser nutzte den kleinen Moment, um sich auf einem Heuhaufen ein wenig auszuruhen, bis der nächste Karren mit Heu kam. Plötzlich sah er, das viele Männer die auf Jagd gegangen waren, aufgeregt und mit lautem Schreien hinter den Hügeln hervorgerannt kamen.


Schnell, versteckt euch, schnell!, riefen sie aufgeregt. Und ehe Nassarian überhaupt realisierte was passiert war, sah er auch schon, dass die Männer von einer Horde Römer verfolgt wurde. Das Donnern der Hufschläge wurde immer lauter und der Boden fing an zu zittern, so das Nassarian ein leichtes Wackeln der Scheunenwände spürte. Er musste mit ansehen, wie die Reiter ihre großen Schwerter zogen und mit einem Hieb die Männer niederstreckten. Von Schock und Panik überzogen wollte Nassarian laut schreien, aber die Reiter hatten ihn wohl noch nicht gesehen und so rannte er in das Innere der Scheune um sich zu verstecken. Nun spürte er ganz deutlich wie das römische Heer näher kam und mit Fackeln die Scheune in Brand setzte. Rauslaufen konnte er nicht. Denn sonst würde auch er dem wütenden Heer zum Opfer fallen, das war ihm bewusst. Sein ganzer Körper zitterte und er wurde starr vor Angst.

Nun fingen auch die Frauen und Kinder auf den Feldern an zu schreien und planlos umherzulaufen. Die Männer versuchten sich mit ihren Werkzeugen zu verteidigen. Aber gegen die mächtigen Waffen der Römer hatten sie nicht die geringste Chance. Auf brutalste Weise durchbohrten die Schwerter die Körper der Männer oder enthaupteten sie. Nun fingen die Römer an, das ganze Dorf in Brand zu stecken. Auch Nassarian wurde immer mehr von dem Flammenmeer umzingelt. Geistesgegenwärtig stieß er eine alte Tränke um, die noch in der Scheune stand und versuchte sich darunter dem Flammenmeer zu entziehen. Er spürte, das es immer heißer wurde und er hatte schon Schwierigkeiten zu atmen. Er musste mit ansehen, wie die Männer grausam ermordet und die Kinder und vor allem die Frauen geschändet wurden. Die Hitze wurde immer unerträglicher und er kroch schließlich ganz unter die umgedrehte Tränke. Es dauerte nicht lange, bis er in der Hitze und dem Todesgeschrei der anderen Dorfbewohner das Bewusstsein verlor...

Als Nassarian wieder aufwachte fühlte er zunächst nur die klebrigen Kleider an seinem Leib. Ein Geruch aus Wasser und Kleie durchzog seine Gewänder, die in ihm Übelkeit auslösten. Mit einem kräftigen Ruck stieß er die Tränke um. Was er sah, füllte seine tiefbraunen Augen mit Tränen. Die Scheune war komplett heruntergebrannt, nur der Stall, aus Steinen erbaut, der die Tränke umschloss, war fast unversehrt. Mit wackeligen Beinen erhob sich der 14-Jährige, rieb sich die Augen und sah den Haufen von Menschenleichen, den die Römer zur Demonstration ihrer Macht errichtet haben. So würde allen Wanderern, die den Landstrich durchquerten, die geballte Macht des Römischen Reiches vor Augen geführt.

Nassarian versuchte mit bloßen Händen die Leichen seiner Eltern zu finden. Doch viele waren bereits so entstellt, dass sie für den Jungen nicht mehr zu erkennen waren. Plötzlich fühlte er etwas hartes, metallenes in seiner Hand. Das Amulett, dass Nassarians Vater einst seiner Frau aus dem Dorfe Velgoth mitbrachte, zeugte vom Tod seiner Eltern und der Geschwister. Tiefe Trauer überkam den tapferen Jungen. Ziellos irrte er umher, bis er einige Tage später total entkräftet an einer Taverne außerhalb Alcasols ankam. Das Amulett immer noch fest umklammernd, drückte er die Tür auf, ehe er erschöpft zusammenbrach.

Erst eine Woche später nach heftigen Fieberschüben war sicher, dass Nassarian überleben würde.

Wache auf, mein kleiner Freund! Es wird Zeit, etwas zu essen. Die Stimme, die er hörte kam Nassarian nicht bekannt vor. Zwei große dunkle Augen leuchteten den Jungen an.

Ich bin Esrath von Tinuur. Ich bewirte normalerweise Wanderer, die sich hierher verlaufen haben. Auch du scheinst dich verlaufen zu haben, mein kleiner Freund.

Die ganze Geschichte brach aus dem 14-Jährigen heraus. Esrath von Tinuur sah Nassarian mitleidig an und sagte ihm beruhigende Worte:

Bei mir kannst du bleiben, solange du willst. Ich werde dich lehren, was ich weiß. Bald wirst du wissen, welche Kräuter Wunden heilen und welche Waffen Wunden hervorrufen. Du wirst mit dem Bogen so geschickt sein, dass du einen Grashalm in seine einzelnen Fasern zerschießen könntest. Und ich werde dir beibringen, wie du das Amulett benutzt, das du um deinen Hals trägst.

Nassarian schaute auf das Silber. Hatte es tatsächlich übernatürliche Kräfte, die ihm eine gewisse Macht verliehen? Er nickte und seine Augen füllten sich mit Tränen der Dankbarkeit. In den folgenden acht Jahren wuchs Nassarian vom Jungen zum Krieger heran, ehe Esrath, mittlerweile 55-jährig, verstarb. Doch Nassarian hatte alles von ihm gelernt. Er wusste zu kämpfen und zu heilen. Er konnte reiten und kochen. Und er wusste sein Amulett zu gebrauchen. Doch tat er es bislang noch nicht. Und er hoffte, dass er es niemals einsetzen müsste. Das Geheimnis des Amulettes bleib nur ihm vorbehalten.

Die Wanderschaft Nassarians ging weiter. Bei Konflikten hielt er sich meistens im Hintergrund. Doch seine unglaublichen Fähigkeiten machten aus dem jungen Mann bald eine Legende, deren Kräfte von Abenteuer zu Abenteuer und von Mund zu Mund anwuchsen. Schon bald gaben ihm seine Freunde und Feinde den Namen Mythology. Denn niemand wusste, wer er war. Und niemand wusste, welche Kräfte in ihm schlummerten ...



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Autor: Lara-Sophia

Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05.
Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon die Allianzen in denen meine Gladiatorin zu Hause war.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Spammen ist besonders während großem beruflichem Stress genial.
TA spiele ich weil mich mein Sohn dazu regelrecht überreden musste.
In meinem RL bin ich selbstständig.

Ein herzliches Dankeschön an Rap Junkie für meinen neuen Avatar und meinen genialen Banner!

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