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Sklaven im Römischen Reich

Der Sklave, in Rom auch Servi genannt, (wie überall im Römischen Reich) ist ein unbeschränktes Sacheigentum, über das sein Besitzer frei verfügen durfte. Er war ein Teil der familia. Der Pater familias durfte sie verkaufen, misshandeln, töten oder auch freilassen. Die persönliche Lage eines Sklaven war je nach Charakter ihres Besitzers, nach ihrer Ausbildung und ihren Fähigkeiten und dem allgemeinen Marktangebot an "Sklavenware" abhängig.

In erster Linie wurden Frauen und Männer, die durch Schuldknechtschaft oder Kriegsgefangenschaft in Abhängigkeit gelangt waren zum Sklaven. Außerdem war man ein Sklave, wenn man von einem Sklaven abstammte oder geraubterweise an den Sklavenhandel verkauft wurde.

Freigelassene nennt man Liberti/Libertus. Sie blieben dem Herrn die Ehrerbietung und den Gehorsam schuldig. Der Herr musste dem Freigelassenen weiterhin in der Not Hilfe leisten. Erst die Kinder des Freigelassenen waren Vollbürger. Freigelassene hatten fast alle Bürgerrechte, außer dass sie keine politischen und militärischen Ämter ausüben und keine Frauen bzw. Männer aus dem Senatorenstand heiraten durften.
Die meisten Sklaven wurden um das 30. Lebensjahr freigelassen. Wenn sie überhaupt so alt wurden.
Seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. ist es zu vermehrten Freilassungen gekommen. Dadurch wurde die Zahl der Bürger ergänzt.

Einen Sklaven auf dem Markt zu kaufen war nicht billig, jedoch war der Preis je nach Marktlage der Reichsteile verschieden. Außerdem spielte das Alter, das Geschlecht und die Ausbildung der Sklaven beim Verkauf eine große Rolle.
In Rom gab es sehr viele Sklaven, trotzdem ist keine Zahl bekannt, es wurde einerseits angenommen, dass ca. 80% der städtischen Plebs von Sklaven aus dem griechischen Osten stammen und andererseits ca. 60% der Einwohner Roms Freigeborene waren.
Es ist jedoch sicher, dass es seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. einen starken Zufluss von Sklaven nach Italien aus dem Sklavenhandel und in Form von Kriegsgefangenen gab.

Sklaven in der Stadt:
Sie hatten ein engeres Verhältnis zu ihrem Herrn als diejenigen auf dem Land, außerdem war auch ihre Arbeit leichter. Soweit sie nicht als Hauspersonal tätig waren, konnten sie auch Berufe erlernen, wie z.B. Ärzte, Erzieher oder Buchhalter. In beschränktem Umfang hatten sie die Möglichkeit des Freikaufs, die Freilassung von ihrem Herrn war jedoch häufiger.

Bergwerksklaven:
Sie standen auf der untersten Stufe menschlicher Existenz. Sie mussten bis zu ihrem Zusammenbruch meist in Minen arbeiten, da es für Rom billiger war tote Sklaven zu ersetzen als lebende ausreichend zu kleiden und zu ernähren. Sie bekamen weder eine Pause noch Schlaf. Rom wollte von ihnen ein größt-mögliches Profit erwirtschaften.

Feldsklaven:
Ihr Arbeitstag ging von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Da sie nicht nur stark sondern oft auch intelligent waren, wurden sie angekettet. Außerdem mussten sie in Gruppen von 10 Leuten arbeiten, da so eine bessere Überwachung möglich war. Wenn sich ein Sklave seinem Herrn widersetzte wurde er hart bestraft (z.B. in einem Arbeitshaus eingesperrt).

Haussklaven:
Sie gehörten zur familia des Hausherrn und waren für die Erledigung aller Arbeiten im Haus zuständig (Kochen, Waschen, Putzen). Ihr Leben wurde nicht bis zum äußersten ausgebeutet, wie das der Feld- und Bergwerksklaven, sondern sie hatten noch eine direkte Verbindung zu ihrem Herrn. Durch sie sollte das Leben des Herrn erleichtert werden, sie sollten ihn verwöhnen, sowie seinen Wohlstand und seine Würde repräsentieren.

Staatssklaven:
Sie mussten Arbeiten erledigen, die heute von der Stadt ausgeführt werden (z.B. Gebäude- und Straßenbau sowie Hafenarbeit). Dazu kam, dass sie sich um die Verwaltungsangelegenheiten des Kaisers kümmerten.

Da die Sklaven so gut wie keine Rechte besaßen, lehnten sie sich gegen den Staat auf.
Die Sklavenaufstände begannen 140 v. Chr. und endeten 70. v. Chr. Die folgenreichste Erhebung war 73 v. Chr., dabei wurden das reguläre römische Heer besiegt. Als 71 v. Chr. die Sklaven der Übermacht des Heeres unterlagen, wurde den römischen Herrn die Gefahren der Sklavenhaltung bewusst und sie wurde langsam eingestellt. Die Sklavenhaltung ist bis heute jedoch noch nie von einem Gesetz abgeschafft worden.



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Autor: SirHenry_II

SirHenry_II

Oberlampe des ZdL.
Treibe mit Unterbrechungen seit der Beta-Zeit mein Unwesen bei TA.
Angefangen hat alles bei den Nine-Inch-Nails.
Nun bin ich SO der RedRipper und werde dort wohl auch in Rente gehen.^^

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