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Liebesglück durch TA

Hund und Katz' sich versteh'n...

Dies ist die Geschichte von Hund* und Katze*, die einander ebenfalls über TA gefunden haben. Hund hat bereits 2002 angefangen TA zu spielen, Katze ungefähr ein Jahr später. Hund ist von je her in einer bekannten Allianz in TA, spielt dort einen weiblichen Charakter. Katze hat erst in einer aufstrebenden Allianz gespielt, wechselte jedoch nach circa einem Jahr den Staat. Katze lernte die Botschafterin der Allianz von Hund kennen und da sie sehr RPG begeistert ist, schrieb sie recht schnell viele Geschichten mit dieser Botschafterin. Natürlich durfte ein Besuch in der Stadt der Botschafterin nicht fehlen und dort liefen Hund und Katz' sich das erste Mal im RPG über den Weg. Zwei Frauen, die einander leiden konnten, die ein bisschen Zeit miteinander verbrachten. Katzes RPG Tochter ritt auf den Schultern von Hundis weiblichem Charakter durch die Straßen der Stadt. Niemals hätte Katze sich auch nur träumen lassen, dass hinter der freundlichen Frau im RPG ein Mann stecken könnte.

Natürlich wurde via ICQ über das bestehende RPG gesprochen und so kam das Gespräch zwischen der Botschafterin und Katze auf Hund zu sprechen. Die Botschafterin war es, die das Geheimnis um das wahre Geschlecht des Hundes lüftete und dies machte Katze neugierig. In wahrer Katzenmanier fragte sie nach der ICQ Nummer Hundis und schrieb diesen an. Dies war im Januar 2004. Ihr war einfach seine wunderbare Art des Schreibens aufgefallen, konnte nicht glauben, dass hinter dem weiblichen RPG Charakter ein Mann stecken sollte. Hund bemerkte, wie schnell Katzes Temperament im RPG zum Ausbruch kommen konnte und fragte sich nur welches Feuer in der Person wohl dahinter stecken mochte.

Der Kontakt entstand und die Neugierde flammte bei Beiden auf. Es entbrannte ein einfacher Flirt via ICQ und die ersten Geschichten zwischen Hund und Katz' entstanden. Er, der Hund versuchte die Katze für sich zu gewinnen. Sie, die Katze, mimte die Unnahbare, die schon lange ihr Herz an ihn verloren hatte. Der tapsige Hund, die neugierige Katze passten einfach wunderbar zusammen und mittels diese beiden Tieren lernten die Beiden einander spielerisch kennen. Es blieb beiden genug Zeit die Macken und Tugenden des anderen zu erkennen und zu akzeptieren. Sie tauschten viel Nähe und Zweisamkeit durch dieses Rollenspiel, welches mit zunehmender Zeit immer intensiver und auch erotischer wurde.

Irgendwann schlüpften die Beiden aus den Tierrollen und nahmen die Rolle der Besitzer ein. Natürlich war sie die Besitzerin der Katze und er des Hundes. Zuerst gab es einen Kuss via ICQ, eine Umarmung, dann jeden Tag mehrere, bis schließlich gegenseitig Klamotten vom Körper gerissen und gierig nacheinander geschmachtet wurde. Die durch die Phantasie und Vertrauen entstandene Spannung war irgendwann nicht mehr auszuhalten und so beschlossen beide, dass man doch den Besitzer des jeweiligen Tieres kennen lernen wolle. So begannen sie miteinander zu telefonieren. Meist zogen sich diese Telefonate sehr, sehr in die Länge. Katze hatte bereits ihr Herz verloren, wollte jedoch wissen, ob dass was sie fühlte auch immer noch da war, wenn sie Hund gegenüber stand. Dies äußerte sie auch klar ihm gegenüber, welcher sich damals wohl etwas überfahren gefühlt hat. Obwohl sich Hund mitten im Abschluss seiner Lehre befand, wollte man dann aber doch nicht weitere Wochen warten, einander nun in real zu treffen. Katze war sogar so neugierig, dass sie die Botschafterin fragte, ob sie ein Bild von Hund habe. Sie hatte eins und so konnte Katze schon mal sehen, ob Hund sie auch vom Aussehen ansprechen würde. Sie wurde nicht enttäuscht.

Lange wurde im ICQ über das Treffen und dessen mögliche Konsequenzen gesprochen. Er hatte Angst, war unsicher und scheu. Katze versuchte ihn jedoch mit allen Mittel zu überzeugen, dass sie nicht viel zu verlieren hatten. Im schlimmsten Fall hätten sie einen Freund gewonnen, jedoch keine Beziehung aufbauen können. Nur unter der Bedingung, dass Katze ihn auf dem Bahnhof sofort in den Arm nehmen würde, um einander die Angst zu nehmen, willigte Hund ein. Der Termin stand fest und Hund hatte drei Tage bei Katze im Norden Deutschlands eingeplant. Er hatte Urlaub und beide wollten sich Zeit nehmen einander wirklich und wahrhaftig kennen zu lernen. Sie wollten schauen, ob man in real ebenso prima zusammenpasste, wie in der virtuellen Welt. Er, der von Katze ein kleines Bild geschickt bekommen hatte, konnte sich auch nur grob ein Bild vom Aussehen der Katze machen, wollte es aber gerne, ebenso wie sie, auf einen Versuch ankommen lassen. Freund oder Beziehung? Diese Frage stand im Raum und beschäftigte sie wie auch ihn, als es Zeit war, einander zu sehen.

Er war am Tag des Aufbruchs furchtbar aufgeregt, packte seine Tasche und kontrollierte den Fahrplan eintausend und vierundzwanzig Mal. Am Bahnhof kaufte er noch eine Rose, bevor er in den Zug zur Katze stieg. Katze selbst war noch erstaunlich ruhig, kontrollierte eintausend und vierundzwanzig Mal die Wohnung. War wirklich alles aufgeräumt? Bettwäsche bezogen und in der Nähe des Sofas bereitgestellt? Hund hatte sich das Treffen in allen Details mit allen Möglichkeiten ausgemalt, stets hatte er den Beigeschmack der Angst, dass die Katze ihn nicht leiden könnte. Ihr ging es jedoch genauso. An jedem Haus, an dem er vorbei fuhr, stellte er sich vor, dass es Haus der Katze sei. Und dann war der Moment gekommen, in dem der Zug in den Bahnhof einfuhr. Beide waren kurz vor einem Herzinfarkt. Er trat aus dem Zug und erblickte sie. Was nun folgte war die versprochene Umarmung, bei der die Katze bereits wußte, dass ihre Gefühle für den Hund sich in keinster Weise verändert hatten.

Er erinnerte sich an kein einziges Wort, welches die Beiden im Folgenden wechselten. Sie konnte sich nur an ihr ständiges und pausenloses Gerede erinnern. Arm in Arm verließen sie den Bahnhof und fuhren zu Katzes Wohnung. Hund lernte nun auch ihre tatsächlichen Katzen kennen und zwischen den vieren (dem Hund und den drei Katzen) stimmte die Chemie sofort. Die Katzen mochten ihn, er mochte sie. Das Eis war für Katz' gebrochen. Später gab es erst einmal Tee und beide saßen eng aneinandergekuschelt auf dem Sofa und sprachen über irgendwas. Auch hier kann sich keiner von Beiden mehr an ein Thema erinnern, aber sie erinnert sich an den braunen Sprenkel in seinen blauen Augen. Die Spannung zwischen den Beiden stieg. Bis er dann mit der Frage, ob sie erwarte, dass er sie küsse, herausplatzte. Ihre Antwort war diplomatisch, doch ihr Blick sprach wohl mehr als tausend Worte. Er überwand seine Schüchternheit und küßte sie.

Viel später, als klar war, dass er nicht auf dem Sofa schlafen würde, lag sie in seiner Armbeuge und platzte mit der Tatsache heraus, dass sie sich in ihn verliebt habe. Ihr tat diese Aussage auf der einen Seite leid, doch auf der anderen war sie froh, dass sie es endlich ausgesprochen hatte. Er brauchte deutlich länger seine Gewissheit in Worte zu fassen. Ihm war zwar bereits klar, als er sie küßte, dass er mit Katze einen wichtigen Teil seines Lebens beginnen würde. Es dauerte dann jedoch noch einige Wochen, bis er nicht mehr das Gefühl hatte, dass die Worte schaden würden, weil z.B. auch Prophezeiungen sich bei der Aussprache nicht erfüllen. Doch er tat es und traute sich. Seitdem sind die Beiden ein glückliches Paar und dies nun seit 3,5 Jahren.

Das romantischste, was er für sie getan hat, war der Heiratsantrag in der Sylvesternacht 2006. Unter dem Feuerwerk des Nordens, ein Tablett mit Teelichtern und Sekt auf einer Holzbank, im Schnee kniend bat er sie in Reimen, auf immer seine Katze zu sein. Sie sagte unter Tränen ja. Kurz darauf schafften beide die bis dahin größte Hürde in ihrer Beziehung. Er ging für 3 Monate nach Australien, ging seinem Drang nach, die Welt zu bereisen, sich selbst zu finden. Doch was er fand, war seine Liebe, die daheim auf ihn wartete. Seit nun mehr als 2,5 Jahren wohnen sie zusammen und haben vor einem halben Jahr ihre Liebe zu Mensch gemacht und ein süßes Baby in die Welt gesetzt. Im Dezember letzten Jahres haben sie sich dann noch weiter getraut und einander auf dem Standesamt das Ja - Wort gegeben. Gerüchten zufolge soll die kirchliche Trauung mit Taufe (kurz Traufe) Mitte September stattfinden.

Aus einem Rollenspiel zwischen Hund und Katz' hat sich eine große Liebe entwickelt, die sich nun sogar in den Eheringen verewigt hat als solches. Der tapsige Hund hat sein Herz geöffnet und die neugierige, temperamentvolle Katze eingeladen. Auf der anderen Seite hat die einsame Katze in die großen Augen des Hunds gesehen und sich selbst gefunden. Auch bei diesen beiden Glücklichen war TA das Spiel, welches die Beiden zusammengeführt hat. Ich wünsche jedenfalls Hund und Katz' alles erdenklich Gute und hoffe, dass ihr euren Weg weiterhin so unbeirrt geht, wie bisher.

Ich bin sicher, dass es noch mehr Paare gibt, die sich wie Hund und Katz' über TA kennen gelernt haben. Meldet euch doch bitte bei der Redaktion oder direkt bei mir, denn gerne würde ich auch eure Geschichte erzählen.


*Name von der Redaktion geändert



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Autor: Rael_Steinbrecher

Rael_Steinbrecher

Meine Gladiatorin existiert seit 2003. Mein Werdegang ging von Legendenheim zum Orden der Rose bis zu den Amazonen. Dort bin ich seit Mai 2007 zu finden. TA dient für mich als Entspannung und vor allem als kreative Auslebungsmöglichkeit durch das RPG. Ich bin am 21.08.1975 geboren, als Orthoptistin und QMB tätig gewesen bis Januar 2007. Nun beruflich Mutter."

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