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Chronik: Copa - Die Bruderschaft/RPG
Der Chronist von Copa - Die Bruderschaft, Crying_Freeman:
Soso, Hardkore, den Schlächter nennt man dich also! Verrate mir Bruder Hardkore, wie kamst du zu diesem Ruf?
Die Augen des muskulösen Hünen verformten sich zu Schlitzen. Sein Hirn wurde durchflutet von bruchstückhaften Erinnerungen, die schmerzten, als hätte er das Gedachte gerade erst wieder erlebt. Vor seinem geistigen Auge entstanden wieder die Bilder des Überfalls, die er noch nicht verdrängen konnte.
Nun, ich ähm ...
Dem Butcher versagten die Worte. Zu weh taten ihm die Bilder, die immer wieder zurück in sein Hirn wollten. Die Bilder von Blut, Elend und einem höhnisch lachendem Imperator Painkiller. Hardkore war einer der wenigen Copa-Krieger, die bereits Aug in Aug mit dem machtbesessenen Römer standen. Hardkores Heimatdorf Alexandra befand sich an der Südseite der stiefelartigen Halbinsel. Alexandra hatte nur wenige Bewohner, einer davon war der Schmied Rufus mit seinem Weib Kassandra. Rufus war ein ehrenhafter Mann, der zwar bettelarm war, aber voller Liebe für die wunderschöne Kassandra, dessen Vater er einst ein edles Schwert schenkte, als er um die Hand seiner Tochter anhielt.
Kassandra liebte den rauen, spröden Witz ihres Mannes, der sie trotz der Armut immer wieder verzauberte und zum Lachen brachte. Die Frucht ihrer Liebe waren der Erstgeborene Hardkore und Maria, seine vier Jahre jüngere Schwester. Hardkore wurde von seinen Eltern streng aber gerecht erzogen und schon bald mischte sich der stattliche Junge in alle Streitigkeiten ein, die ihm irgendwie ungerecht vorkamen. Schon mit 15 Jahren war Hardkore zwei Häupter größer als sein alter Herr, von welchem er die Schmiedekunst erlernte. Noch bevor die Familie damals nach Alexandra zog, hatte Hardkore dem einen oder anderen Ganoven den Schädel gespalten und er war zu einem wahren Hünen herangewachsen. Für seine Stärke wurde er geachtet, für seinen Gerechtigkeitssinn verehrt, doch für seine Unbeherrschtheit auch oft verspottet.
In Alexandra fühlte sich die Familie gleich heimisch. Schnell freundete sich Hardkore mit Antonius dem Jungen des Nachbarn Arkrath an. Zusammen erkundeten sie die dunklen Wälder rund um Alexandra und übten sich im Schwert- und Axtkampf, den sie von Arkrath beigebracht bekamen. Eines Tages, als die Burschen wieder einmal durch die Wälder zogen, erspähten sie eine römische Patrouille. Noch nie sahen sie so viele Soldaten in ihren bronzenen Rüstungen an sich vorbei ziehen. Aufmerksam verfolgten ihre jungen Augen die stolze Haltung der Elitekrieger des römischen Reiches. Der Kamm auf ihrem Helm zeugte von Stolz, das griffbereite Kurzschwert von Entschlossenheit. Und diese Soldaten schlugen einen den Jungen bekannten Weg ein. Sie nahmen den schmalen Weg in Richtung des Dorfes. Hardkore und Antonius folgten den Legionären, so schnell es ihre Füße zuließen. Doch die trampelnden Hufe der Rösser waren schneller als die Beine der Jungen.
Als sie das Dorf erreichten sahen sie, wie die Soldaten auf ihren Pferden vor einer Gruppe von Dorfbewohnern standen. Sie sahen aufmerksam zu und lauschten den Worten des Befehlshabers.
[i]Hier hast du dich also versteckt, Arkrath! Du hast nicht allen Ernstes geglaubt, dass du mir entkommen kannst. /i]
Der Soldat nahm den mächtigen Helm ab. Hardkore sah den Schrecken in den Gesichtern der Dorfbewohner, als sie erkannten, wen sie da vor sich hatten. Imperator Painkiller höchstpersönlich nahm den langen Ritt nach Alexandra auf sich, um mit Arkrath zu sprechen.
Aber Herr, Euer Zenturio hat mein Weib geschlagen, nur weil sie ihm nicht beim ersten Klopfen die Türe öffnete, um ihm einen Schluck frischen Wassers zu reichen. Er schlug ihr zwei Zähne aus und traf sie so hart, dass wir glaubten, wir würden unser Kind verlieren. Ich habe versucht, es euch zu erklären, aber ihr habt mir keine Audienz gewährt.
Doch die Worte Arkraths verhallten an der eisernen Rüstung des Imperators. Dieser stiueg von seinem Pferd herab und ging auf Arkrath zu. Auch Rufus begriff den Ernst der Lage und wusste, dass es gleich zu einer Auseinandersetzung kommen würde. Er stand seinem Freund Arkrath beiseite. Schulter an Schulter empfingen sie die Strafe des Römers. Schulter an Schulter hockten auch Hardkore und Antonius in den Büschen des Waldes.
Der Imperator stampfte schweren Schrittes auf die beiden Männer zu. Die Hand rugte auf dem Knauf seines Schwertes. Jetzt war den Dorfbewohnern der Ernst der Lage bewusst. Alerion, der zweite Sohn Arkaths warf seinem Vater ein Langschwert zu. Rufus griff nach dem schweren Schmiedehammer. Doch Painkiller war darauf vorbereitet. Seine Männer bauten sich fächerartig hinter ihrem Führer auf und zogen die Schwerter. Ein Dorfbewohner wollte die Initiative ergreifen und einen Legionär angehen. Dieser jedoch ließ seine Klinge durch die Luft fahren und schnitt dem heranstürmenden Mann die Kehle auf. Der Herzschlag ließ das herausspritzende Blut pulsieren, ehe der Getroffene in sich zusammenbrach. Jetzt ergriff auch Arkrath die Initiative. Der weißhaarige Schwertmeister stürzte sich auf die Legionäre und verwickelte sie in einen Kampf. Einen heranstürmenden Legionär konnte Rufus mit seinem schweren Schmiedehammer niederstrecken. Der Helm zerbarst unter der Wucht des Schlages. Man konnte das Knacken der Schädeldecke vernehmen, die dem Legionär brach.
Die Augen der sich immer noch versteckt haltenden Jungen wurden größer und größer.
Wir müssen unseren Vätern beistehen, geschehe was wolle!, rief Antonius Hardkore noch zu ehe er mit gezücktem Schwert auf die Römer zustürmte. Der schwerfälligere Hardkore tat es seinem Freund gleich und lief mit lautem Gebrüll auf den Feind zu.
Arkrath und Rufus standen nun Rücken an Rücken. Die Dorfbewohner fielen den scharfen Schneiden der Legionäre reihenweise zum Opfer. Sieben Römer schritten auf den Schmied und den Schwertlehrer zu. Wie in Zeitlupe sah Hardkore, die Klingen der Römer durch die Luft schwirren. Arkrath konnte das erste Schwert des Römers abwehren, als sich die Spitze eines weiteren Schwertes in das Herz des Weißhaarigen bohrte. Mit weit aufgerissenen Augen erlebte Arkrath, wie das Leben aus seinem Körper wich. Rufus konnte schon gar nicht mehr ausholen. Das Schwert eines Legionärs durchstieß seinen Hals. Augenblicklich brach der Schmied zusammen und erbrach Blut. Kassandra wollte mit Maria gerade in die Hütte flüchten, als Painkiller vor ihr stand. Mit einem Hieb enthauptete er das Kind. Kassandra zerrte er in die Hütte, deren Tür er schloss.
Hardkore musste mit ansehen, wie sein Freund Antonius verzweifelt gegen die überlegenen Römer kämpfte. Noch ehe sein Schwert dem zweiten Römer den Helm spalten konnte wurde er von mehreren Stichen gleichzeitig tödlich getroffen. Hardkores Augen liefen von Tränen über, als er sah, wie Antonius, von mehreren Spitzen aufgespießt, langsam auf die Knie fiel und für immer die Augen schloss. Die Streitaxt konnte gar nicht so schnell treffen, wie neue Gegner für Hardkore bereit standen. Er tötete sechs Soldaten, doch der siebte, achte und neunte überwältigte des blindwütigen Sohn Rufus'.
Schau dir das Blut deiner Leute genau an, Großer!, sprach einer der Legionäre. Sie hielten Hardkore fest in Verwahrung. Die Tür der elterlichen Hütte wurde aufgestoßen. Painkiller trat heraus und schnürte sich seine Hose zu. Hardkore konnte noch den leblosen Leib seiner Mutter in der Hütte erblicken, ehe er die Worte des Imperators vernahm.
Du wirst verschont junger Krieger. Berichte allen, dass es keinen Sinn ergibt, sich den Befehlen des Imperators zu widersetzen. Berichte von der Grausamkeit Painkillers und wage es nicht, mir noch einmal unter die Augen zu treten.
Dann wurde es dunkel um Hardkore.
Als er wieder aufwachte sah er die Leichen seines Vaters, Arkraths und dessen Sohnes Antonius unmittelbar um sich herum liegen. Die Tränen wollten einfach nicht versiegen. Erst recht nicht, als er den Rumpf seiner geliebten Schwester sah und den geschundenen Leib seiner Mutter. Hardkore stand auf, schleppte sich zum Brunnen und übergab sich. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt. Er hob die Streitaxt zum Himmel und schrie den Ärger und die Trauer aus sich heraus.
Painkiller, du entkommst mir nicht. Ich töte dich, auch wenn ich mein Leben dabei lasse!
Seit jenem Tag zog Hardkore mit seiner Streitaxt durch das Land. Jeden Legionär, den er sah bestrafte er dafür, ein Untergebener Painkillers zu sein. Seine brutale und kompromisslose Art, seine Gegner zu töten brachten ihm den Beinamen "The Butcher" ein. Bei Kangaax und der Bruderschaft fand er ein neues Zuhause. Seinen Rachedurst allerdings konnten auch sie nicht befrieden ...
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Autor: Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.
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