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Chronik: Copa - Die Bruderschaft/RPG
Der Chronist von Copa - Die Bruderschaft, Crying_Freeman:
Und eben dieser Dunkelelf saß in der Rabenschwärze der Nacht und erinnerte sich an seinen langen und voller Entbehrungen fordernden Weg in die Bruderschaft. Kangaax schaut in den Himmel. Aug in Aug mit Sirius, dem hellsten Stern am Firmament ...
Ob Sirius mich und meinen Weg in die Arme meiner Schwestern und Brüder verfolgt hat? Ob er die harten Kämpfe, die auszehrende Flucht vor Painkiller und seinen Horden bemerkt hat und mich hierher leitete?
Seit der Schlacht von Ebonheart hatte Kangaax keine solche Unruhe mehr verspürt. Die bretonische Streitmacht walzte alles nieder, was sich in seiner Heimat nicht schnell genug retten konnte. Nicht dass die Dunkelelfen ein schüchternes Volk waren. Auch sie beherrschten die Kriegskünste wie kaum eine andere Sitte im Kaiserreich Vvardenfell. Doch die Massen der Bretonen waren nicht aufzuhalten. Sie holten die Köpfe der Elfenkrieger, verbrannten deren Domizile, in denen auch Kinder umkamen und ließen dem einst stolzen Volk keine Chance. Kangaax, nach der angeblichen Ermordung seiner eigenen Eltern sowieso ohne Freunde in Sadrith Mora, wollte seine Heimat schweren Herzens verlassen. Im Hinterkopf den unbedingten Willen zu überleben und den Antrieb nach neuer Macht. So erzählt es die Legende.
Vor dem blutroten Mond über Zafirbel Bay tauchte die Silhouette des schlaksigen Dunkelelfen auf. Eine Streitmacht um Marcus Agricola, der rechten Hand des Bretonen Painkiller, machte sich auf, Kangaax durch das heimische Reich zu jagen. Doch Hinterlist und Illusionskunst des Elfen waren zu starke Waffen für die Klingen des Heerführers. Zwar brachen sie die Suche nach dem Sohn von Almalexia und Ayron nicht ab, doch ließen sie ihm genug Zeit, seine Strategie zu überdenken.
Wer sagt denn, dass ich nur hier leben kann. Rechnen die Bretonen damit, wenn ich in ihr eigenes Reich flüchte und den Widerstand organisiere? Wohl kaum. Ich übe meine Kraft und lerne neue Schwert- und Bogentechniken. Schon bald werde ich neue Weggefährten haben, die mich in meinem Anliegen unterstützen. Von meiner Vergangenheit weiß niemand, welch bessere Voraussetzungen könnte ich also für einen Neubeginn im bretonischen Reich haben?
Kangaax ließ sich von Strandplünderern anwerben und nahm den Weg ins heutige Römische Reich auf. Kurz bevor er an Bord der "Charwaiin" ging, wurde er von römischen Soldaten aufgehalten.
Hey du! Warte. Du kommst mir bekannt vor.
Der kleine, dickliche Truppführer zog hinter dem mächtigen Eisenbrustpanzer ein sorgfältig gerolltes Dokument hervor. Er rollte es aus und verglich das gemalte Bild auf dem Papier mit der Person, die ihnen gegenüber stand.
Deine Bemalung verrät dich, Vvardenfeller! Du musst Kangaax sein, der Gesuchte. Hier endet für dich die Flucht!
Ihr irrt euch nicht, zischte Kangaax. Ehe sich die Soldaten versahen sprang der Krieger sie an. Mit einem kurzen Ruck brach er das Genick des Anführers. Das Splittern der Knochen soll bis in die Taverne am Hafen zu hören gewesen sein. Noch bevor sein Soldat das kurze Legionenschwert ziehen konnte, zog Kangaax sein Langschwert aus Daedra-Stahl aus der Scheide, die er sich auf den Rücken gebunden hatte. Mit einem mächtigen Hieb spaltete es dem Soldaten den Schädel. Eine schwingende Kreisbewegung ließ einen weiteren Soldaten in Bauchnabelhöhe wie Bausteine in sich zusammen fallen. Ein weiterer Helmträger zückte seine Armbrust. Der Bolzenpfeil jedoch erwischte den Dunkelelfen nicht ganz. Die Pfeilspitze streifte die Daedra-Rüstung und brach schlicht ab. Die roten Augen Kangaax blitzten zornig auf. Noch ehe der Soldat nachladen konnte, verschwand der Meister der Illusion vor seinem Auge. Der Legionär schien verwirrt. Noch bevor er einen klaren Gedanken fassen konnte, spürte er den Stahl des Langschwertes von hinten durch seinen Körper fahren. Das war zuviel für die Bretonen. Sie brachen den Kampf ab und flüchteten wie Bauern auf dem Feld vor Wölfen.
Zufrieden und mit einem leichten Ausdruck von Verachtung in den Augen lächelte der Vvardenfelser. Er betrat das Schiff und begab sich auf die Fahrt nach Esquilin ...
Nach dem zahlreichen Wechselspielen von Sonnenaufgang und Monduntergang betrat Kangaax erstmals bretonisches Land. Vorbei an Wachpatrouillen von Painkiller erreichte er einen seltsamerweise unberührten Landfleck in Esquilin. Hier ließ er sich nieder und begann, sich eine neue Zukunft aufzubauen. Vorbeiziehende Bürger, die vor dem blutrünstigen Diktator flohen rieten ihm ab, dort zu bleiben. Der Ort, das ganze Territorium sei nach einer erbarmungslosen Schlacht einer römischen Kavallerielegion mit einer Geisterarmee, rekrutiert aus den wiedergekehrten Seelen hingerichteter römischer Familienväter und Ex-Soldaten, verflucht. Eine ideale Stätte, wie Kangaax befand, um eine schlagkräftige Kämpferschar um sich zu sammeln.
Der Zeitpunkt war gekommen, als ein Fremder Kangaax' Land betrat und dort nächtigen wollte. Der Dunkelelf wollte den geheimnisvollen Fremden testen. So provozierte er ihn bis auf's Blut.
Du kannst hier kein Quartier beziehen, Fremder. Du stinkst. Deine Ausdünstungen vertrocknen meine Kehle und ziehen mir die Halsmuskeln zusammen. Ich erliege einem unkontrollierten Würgereflex, wenn ich dich hier schlafen lasse!
Der hühnenhafte Fremde ließ sich nur zu gern provozieren, hatte seine mächtige Streitaxt doch schon lange kein Blut mehr geschmeckt.
Ich weiß nicht, was du bist und wer du bist, du lebender Knochen. Aber meine Axt wird dich in Streifen schneiden. So hauchdünn, dass man mit bloßem Auge nicht mehr erkennen kann, dass es dich einmal gab! Ich werde dich zubereiten, diese Speise Carpaccio nennen und an hungernde Wandersleute verschenken, grunzte der in der Tat befremdlich riechende Grobian.
Ohne nachzudenken schwang er seine Axt und schellte gegen das Schwert von Kangaax. Obwohl dieser mit 1,87 Metern nicht klein geraten war, so wirkte er doch neben dem plumpen aber dennoch muskulös wirkenden Kämpfer, wie ein Kind. Kangaax' Gegenüber war ungefähr drei Köpfe größer als der Dunkelelf und mit seinem mächtigen Helm, den zwei Trianusbullen-Hörner zierten, war es wie der Kampf des David gegen Goliath. Die Schneiden der Axt und des Schwertes schlugen aneinander. Schnell schnellte Kangaax fest, dass der raubeinige Kämpfer mit der lauten Stimme nur mit viel List zu bezwingen war. Diese allerdings wollte Kangaax nicht einsetzen, denn der Intellekt seines Gegners hätte keinen strategischen Kampf vertragen. So stellte Kangaax den Kampf ein und reichte dem übel riechenden Kämpfer die Hand.
Verbünde dich mit mir und lass uns Großes vollbringen!
Ohne zu wissen, was Kangaax meinte schlug er in die Hand des Elfen.
Ich bin Hardkore, the butcher!
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Autor: Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.
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