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Zeit ist Qualität

Immer und überall erreichbar zu sein, ein Termin jagt den anderen, arbeiten unter extremen Zeitdruck, selbst in der Freizeit lebt man den ständigen Ortswechsel, Terminwechsel weiter.
Erstrebenswert sind ständig neue Erlebnisse, Eindrücke, Informationen, eine Flut von unterschiedlichen Reizen. Das Ergebnis ist Stress, viele Menschen fühlen sich gehetzt und entwickeln diese oder jene Krankheit.

Die Zeit vergeht wie im Fluge, und das obwohl jeder Maschinen in Anspruch nimmt, die Arbeit abnehmen, wie Spülmaschine, Auto, Waschmaschine und den Computer. Zeitsparende Maschinen, oder wenig Zeit, gerade wegen dieser Maschinen?

Die Zeit die ich zu Verfügung habe ist das kostbarste Gut das ich habe, das wertvollste Geschenk dass ich schenken kann. Zeit, meine Lebenszeit. Doch wo bleibt sie nun, die gewonnene Zeit, wenn ich die Waschmaschine bemühe und nicht wie Damals mühevoll die Wäsche von Hand wasche? Wo bleibt eigentlich diese gewonnene Zeit? Wir alle versuchen immer mehr Maschinen einzusetzen und erfahren wie sich das Leben so beschleunigt. Immer mehr Dinge, Arbeiten lassen sich in immer kürzerer Zeit erledigen.

Doch das Ergebnis ist merkwürdig, fast bin ich geneigt es ein Paradox zu nenne. Je mehr ich versuche Zeit einzusparen, je mehr gerate ich unter Zeitdruck, je größer wird meine Zeitknappheit. Der Tag beschleunigt sich zusehends, das Tempo wird höher und das Ergebnis ist zunehmende Zeitknappheit.

Woran liegt das nun? Die erhöhte Geschwindigkeit übt Druck aus? Zeitmanagement ist angesagt? Ohne meinen Terminplaner geht bei mir überhaupt nichts in meinem Alltag. Mein Kollege formulierte neulich sogar den Satz: "Wenn es in meinem Palm steht, dann stimmt es."
(Er kam zu einer Geburtstagsfeier zwei Stunden zu spät und sagte, nein, seine Zeit würde stimmen.)

Lebensquantität kontra Lebensqualität? Die Frage der Zeit liegt zwischen diesen beiden Wortgebilden. Zeit bedeutet also Qualität. Qualität benötigt Zeit um sich zu entwickeln. Wie sieht es nun aus mit unserer Lebensqualität? Sind wir oder bin ich ein Opfer der Beschleunigungsfalle? Die Quittung die wir erhalten, wenn wir in diese Falle geraten sind Stress, die verschiedensten Krankheiten, Psyche, Partnerschaft, Familie, soziale Kontakte, Freundschaften, alle leiden doch unter diesem Problem. Zeit ist Geld, dieser Satz prägt doch nun schon die ganzen Nachkriegsgenerationen.

Die Schnelligkeit ist es auch, die unsrer Gehirn dazu anregt, eben weil es für die grauen Zellen Schwertarbeit ist, während der ganzen Hektik nicht unaufmerksam zu werden, die einen hellwach bleiben lässt und das es uns Menschen wieder eher an die Qualität als an die Quantität denken lässt.

Aber: Kreativität z.B. ist ein Prozess der Zeit bedarf. Zeit, die durchaus auch als Lengeweile empfunden werden kann und auch muss. Denn dieses Stillstehen ist die Geburt neuer und kreativer Ideen. Jemand der ständig von einem Termin zum anderen hetzt, wird abends auf die Couch sinken und sein Gehirn nochmals richtiger Schwerstarbeit aussetzen, nämlich der Flimmerkiste. Bewusst um Entspannung zu suchen, unbewusst jedoch nochmals die beschleunigte Zeit erleben lassen und für weiteren Stress zu sorgen.

In dieser Ausgabe des Götterboten, der Juni Ausgabe 2007, plädiere ich nun für die Entschleunigung des Lebens, denn Zeit ist Lebensqualität. Zeit ist Qualität.



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Autor: Lara-Sophia

Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.

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