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Crime Time
Juli - Kapitel 1
Noch müde von der Nacht stand sie auf und betrat das Badezimmer. Schlaftrunken rieb sie sich die Augen, während sie sie ich mit ihrem Unterleib an das Waschbecken lehnte. Jedoch die Kühle des Porzellans regte ihre Lebensgeister jedoch nicht sonderlich an. Darum unterbrach sie ihr allmorgendliches Ritual und ging in die Küche.
Zögerlich schaltete sie das Licht ein, zog die Jalousie hoch um das Tageslicht in die Küche zu lassen, ihren heiligsten Raum in der ganzen Wohnung. Der Garten lag noch ruhig, sanfter Wind strich über taunasse Blätter, es versprach förmlich ein heißer Tag zu werden.
Sie öffnete beide Küchenfenster und begann ihrer Kaffeemaschine das tägliche Futter zu geben. Als sie das zufriedene Gurgeln der Maschine hörte, lächelte sie in freudiger Erwartung vor sich hin und ging zurück ins Badezimmer und nahm dieselbe Position wieder ein, die sie innehatte vor ihrem Ausflug in die Küche. Doch dann besann sie sich anders, streckte ihrem Spiegelbild die Zunge heraus, entkleidete sich und stieg in die Duschkabine und verbannte die Nacht endgültig aus ihren Gedanken, indem sie die Tür schloss und das Wasser aufdrehte.
Etwas später saß sie dann am Küchentisch, studierte die Rubrik ‚Aus aller Welt’ und hielt einen dampfenden Becher Kaffee in den Händen. Während des Lesens drehte sie den Becher zwischen ihren Händen hin und her und staunte über einen Artikel, der über Katzen berichtete, die in ihrem Verdauungstrakt Kaffeebohnen fermentierten. Der daraus gebrühte Kaffee sollte eine teure aber besonders gut schmeckende Spezialität sein, zumindest wenn man es sich leisten konnte. Sie hob die Tasse an ihre Lippen und verschmähte den Schluck. Leicht angeekelt stand sie auf und kippte den Inhalt des Bechers in den Ausguss, spülte die Tasse unter dem fließenden Wasserhahn aus und machte sich daran die Wohnung zu verlassen.
Kommissarin Mareike Miller, kurz Mara genant, fuhr durch fast menschenleere Straßen, begegnete eifrig wirkenden Straßenreinigungsmaschinen, einzelnen Joggern und Nordic-Walkern. Sonntagmorgen in einer deutschen Großstadt, noch zu früh für Kirchgänger und schon zu spät für die schillernden Gestalten der Nacht. Selbst der Parkplatz, auf dem sonst um diese Uhrzeit emsiges Treiben herrschte, schien die sonntägliche Ruhe zu genießen. Dennoch betrat die Kommissarin leicht zögerlich das Gebäude, sie hatte gestern vergessen ihre beiden Söhne im Ferienlager anzurufen. ‚Mist’ dachte sie, ‚das muss ich unbedingt heute noch machen!’ Sie nickte dem Beamten am Empfang ein freundliches ‚Guten Morgen Christian’ zu bevor sie den Aufzug betrat.
Im zweiten Stock angekommen, klopfte sie zuerst an die Tür des wachhabenden Oberkommissars, um sich nach den Ereignissen der letzten Nacht zu erkundigen. Der Mann hob den Kopf \"Miller! Haben Sie gefrühstückt?\" War die einzige Frage die Horst Sankowski ihr stellte, und erläuterte ihr, ohne weiter auf die Tageszeit einzugehen, die Geschehnisse der Nacht, schob einige Berichte und ein paar Fotos über den Schreibtisch und schaute sie mit seinen Augen, die tief in den Höhlen lagen, weiter müde an. Sie versuchte, sich innerlich auf das was kommen musste zu wappnen, Tatortfotos begutachten, gehörten sicherlich nicht zu Ihren Lieblingsbeschäftigungen, jedoch seine Stimme hielt sie zurück. \"Lassen sie das, Miller, Sie müssen zu einem Tatort.\" Er hielt ihr einen Zettel hin, sie griff danach und fragte tonlos ihren Chef \"wie schlimm?\" Dieser hatte die Nacht zuvor den Dienst für Rüdiger Hesse übernommen. Ihr Teamkollege, Kommissar wie sie, hatte sich bei einem Fußballspiel am Sonntagnachmittag den großen Zeh gebrochen und konnte daraufhin seinen Dienst nicht antreten. So hatte zwangsläufig Horst Sankowski übernehmen müssen und nun eine 24Stundenschicht auf dem Buckel. Er schüttelte ihr als Antwort jedoch nur müde den Kopf und murmelte: \"Das ganz große Programm, der Tatort ist bereits gesichert, Kollegen informiert, sie müssen nur noch hin.\"
Sie nahm den Zettel an sich und schaute sich die Adresse an. \"Bin unterwegs\" und verließ sein Büro. Eine Leiche war am Morgen von einem Jogger im Park der Südstadt, dicht am Eingang des Zentralfriedhofes gefunden worden. Spurensicherung und alles weitere war schon angefordert worden, so betrat sie wieder den Aufzug, nickte Christina wieder zu und verließ das Gebäude. Noch während sie losfuhr, betätigte sie den elektrischen Scheibenheber an ihrem Auto, griff nach links unten und stellte das mobile Blaulicht aufs Dach. Der Motor heulte auf, als sie den 3. Gang hineinwuchtete. \"Getriebe lässt schön grüßen!\" sagte sie zu sich selbst und trat das Gaspedal durch. Grinsend fuhr sie mit quietschenden Reifen los, kümmerte sich weder über die Lautstärke noch über die fehlende Gefahr im Verzug und die entsprechende Dienstvorschrift bezüglich des Blaulichtes.
Während dieser Fahrt hatte sie weder Sinn für Ihre Umgebung noch für die morgendliche Ruhe und Schönheit der Stadt. Am Südpark angekommen, parkte sie und sprang förmlich aus dem Wagen. Obwohl es nicht einmal neun Uhr an diesem Sonntagmorgen war, waren inzwischen am Tatort eine Menge Schaulustige versammelt. Sie drängten sich dicht an das gelbe Absperrband und verrenkten sich die Hälse. Selbst die Presse hatte mittlerweile Stellung bezogen. Ärgerlich schlüpfte sie durch das Absperrband und ging den kleinen Weg weiter, immer Richtung der Beamten die sie in der Nähe von aufgespanntem Sichtschutz stehen sehen konnte. Sie redeten leise miteinander und gingen geschäftig hin und her. Weitere Beamte, eine Hundestaffel, stand noch ruhig mit den Tieren da, offensichtlich warteten sie auf ihren Einsatzbefehl.
Einer der Beamten drehte sich abrupt um und erbrach sich laut würgend im nächsten Gebüsch. Ihr Magen begann augenblicklich leicht zu schlingern, wenn sich jemand erbrach, führte das bei ihr sofort auch zu einem Brechreiz. Fürchterliches ahnend trat sie näher. Sie nickte den Beamten zu und trat in die für sie freigemachte Lücke zwischen dem Sichtschutz.
Das was sie sah konnte sie zuerst nicht erfassen, ihr Verstand stäubte sich völlig dagegen. Mit angehaltenem Atem starrte sie auf das was sie sah. Ein Torso, der an einen Baum gelehnt war, fast aufrecht saß, falls man von sitzen sprechen konnte, denn Beine und Arme fehlten. Ein weiblicher Torso, die Brüste waren irgendwie zerschnitten oder zerfetzt, vielleicht ein wildes Tier. Die Bauchdecke des Torsos war irgendwie geöffnet, Därme quollen heraus. Einige Schlingen waren locker und in einem großen Bogen um den Kopf des Opfers gewickelt. Den Hals konnte man nicht sehen. Die unteren Schlingen waren ähnlich wie in einem Halbkreis angeordnet, so dass es aussah, dass der Torso geschützt saß. Überall war Blut. Ihr wurde übel. Der Geruch von Blut und Exkrementen stieg ihr plötzlich so erbarmungslos in die Nase dass sie sich die Hand vor den Mund halten musste. Doch dann erkannte sie am Rande ihres Sichtfeldes das baumelnde Etwas im Baum. Fassungslos trat sie einen Schritt zurück...
(c) GSI-Projekt
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Autor: Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.
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