- Redakteure
- Conquerus
- Ivan der Schreckliche
- Lara-Sophia
- Painlady
- Porreefuzius
- Priscylla
- Rael_Steinbrecher
- Sir Hawk
- SirHenry_II
- Tirgatao
| Aufrufstatistik |
| Heute: |
30 |
| Gestern: |
18 |
| Gesamt: |
8846 |
|
|
Leserbrief von Methusalem
Gern möchte ich etwas zur aktuellen Situation in The Arena sagen und schreiben. Es ist nicht schwer, nachzuvollziehen, was gerade jetzt bei The Arena alles vor sich geht. Dabei ist vor Allem auffallend, dass das einstige sehr beliebte Browsergame, das primär Wert auf die Foren und RPG legte, nun zum reinen Kriegsspiel mutierte.
Das geschah jedoch nicht von heute auf morgen, sondern im Laufe der letzten 3 Jahre. Seit die Kriege eingeführt wurden, liegt eben der Hauptaspekt darin. Vielfach wurde die Abschaffung selbiger gefordert, doch jene, die das taten, wurden nur spitz beschmunzelt.
The Arena ohne Kriege ist heute kaum noch vorstellbar. Es haben sich die „großen“ Lager gebildet. Einerseits auf der bösen Seite die ToD und DT, die aktuell das The Arena-Geschehen dominieren und auf der anderen Seite der Fronten, die gegen sie mobil (zu) machen (versuchen).
Heute kaum noch vorstellbar, standen die bösen Metas schon mehrmals vor dem kompletten Zusammenbruch. Aber warum sind sie heute so stark, so übermächtig, so unbesiegbar? Vor mittlerweile bereits 2 Jahren war es der starke Templerbund, der den ToD arg zusetzte. Sieg um Sieg errangen sie und die ToD bekamen kein Bein mehr auf den Boden, wie ein Boxer der in den Seilen hängt.
Was war damals anders als heute? Gut, an den Allianzen selbst liegt es bestimmt nicht, denn sowohl bei ToD als auch bei allen anderen haben Allianzen gewechselt, sind beigetreten, ausgetreten, haben sich aufgelöst und sind fusioniert.
Als dann der Templerbund sich auflöste, standen ZdL und DB quasi allein einem nun übermächtigen Feind gegenüber. Das durch die Auflösung der TB-Allianzen entstandene Vakuum wurde von ToD & Co exzellent genutzt. Als Meta hatten sie den nun einzeln da stehenden Allianzen große Vorteile. Sie restrukturierten sich, fusionierte angreifbare kleine Allianzen zu großen zusammen, und siedelten aus von Feindeshand regierten Reiche in ihre eigenen ab. Dadurch entstanden Großreiche, die schnell und gut verteidigt werden konnte.
Im Gegenzug herrschte auf der guten und neutralen Seite eher ein Chaos. Selbst vom einst ach so großen ZdL, der es mit jedem Gegner aufnahm und an den sich keiner mehr rantraute, ist heute nichts mehr übrig. Nachdem das ruhmreiche Gallien den Verband verlassen hat, ist davon kaum noch mehr als ein Valorian-Club übrig. All die anderen dort einst ansässigen großen Allianzen sind spurlos im Sand der Zeit verschwunden.
Der Rest, der nicht in einer Meta organisiert war, war immer angreifbar, da sie eher klein und eben verteilt waren. Eine der ersten Kriegsstrategien, die ich lernte, war, dass wenn man den Feind an seiner verwundbarsten Stelle häufig schlägt, schwächt man seine starke Seite so sehr, dass man dort dann auch mühelos gewinnen kann. Noch leichter ist es natürlich, in den eh schon zerrütteten Haufen Keile zu treiben.
Während die dunkle Seite fast alles richtig gemacht hat, gibt es auf der guten Seite wenig bis gar nichts davon. Durch die Niederlagen bröckelten die letzten großen Bastionen. Angriffe auf Allianzen, bei denen man früher bei der bloßen Erwähnung schon Gänsehaut bekam, fielen ohne große Anstrengung. Geschwächt aus den Kriegen, am Boden liegend, in den Seilen hängend, angezählt; all dies trifft auf die gut-neutrale Seite zu.
Dazu noch die NAPs oder andere kleine Bündnisse, die das Handeln dieser Seite weiters einschränken. Würde es die Seite schaffen, endlich einmal geschlossen gegen ein der Feinde vorzugehen, so würde auch der andere Feinde über kurz oder lang fallen. Doch dazu wird es nicht kommen. Die geschickte Außenpolitik, den einzelnen in Furcht lebenden Allianzen einen Waffenstillstand anzubieten um die Feindstärke so zu halten, dass sie eben noch leicht zu biegen ist, um dann, sobald der Feind schwächer wird, der nächsten Allianz den Krieg zu erklären, die noch ausgerüstet ist. Sie wird dann gleich mit aller Kraft überrannt und darf sich dann einreihen in die kaum Widerstand bietende Reihe der leicht am Boden zu haltenden Feinde. Von selbst jedoch werden diese daniederliegenden Allianzen kaum noch hochkommen. Es gibt aber kaum noch welche, die da nicht in den Krieg verwickelt sind und ihnen aufhelfen könnten. Denn jeder auch nur hinter vorgehobener Hand den Namen seiner Allianz aufklingen lasst, bekommt sogleich besuch der dunklen Truppen.
Es gibt jetzt nur mehr einige Möglichkeiten für die gut-neutrale Seite: 1.) Sie ergeben sich und hoffen dass die ToD danach aufgrund von Inaktivität zerfallen. 2.) Sie lernen sich zu organisieren, mit einer Stimme zu sprechen und fusionieren sich auch in sichere Reiche zusammen.
Zweite Möglichkeit bedeutet natürlich viel Aufwand, das Überbrücken alter Feindseligkeiten unter den Allianzen, die Aufgabe der einen oder anderen Allianz sowie auch die uneingeschränkte Zusammenarbeit, wie sie eigentlich schon ein Markenzeichen der bösen Seite ist. Früher war dies jedoch auch auf der guten Seiten gang und gebe, doch wo nichts ist, kann auch nichts werden.
Man muss sich nur an das heranwagen. Ich war sowohl damals in der Führung des TB, als auch später in den versprengten Allianzen und danach auch in der DTF tätig.
Im TB funktionierte es quasi so, dass zwei-drei Leute das Dutzend an Allianzen führte. Meist siegreich war die Stimmung gut, solange die Führung aktiv da war. Nachteil war eben, dass eine sehr große Abhängigkeit von den Leuten da war, die die Arbeit leisteten und bei denen eben die Energie schnell aus war.
Danach funktionierte die Organisation kaum noch. Die alten eingespielten Allianzen waren nicht mehr da. Es musste alles neu aufgebaut werden. Die einzelnen Versuche eine strukturierte Organisation aufzubauen scheiterten zumeist schon am Anfang, letztendlich jedoch am Desinteresse und der Inaktivität diesbezüglich. Es wurde einfach nicht ernst genommen, dass dies den eigenen Allianzen nur zu Gute kommen würde. Jeder meinte es alleine selbst besser zu können und scheiterte. Jedoch schien keiner in Erwägung gezogen zu haben, dass es an der Unkoordination lag. Die Allianzen, die das nicht einsehen, sollten sich sogleich aus allen Kriegen zurückziehen, denn nie, wirklich niemals wird diese Einstellung zum Sieg führen. Vor Allem nicht gegen eine super ausgerüsteten und mit allen taktischen Tricks bewaffneten Feind!
Ein, zwei Allianzen scheinen es in letzter Zeit jedoch ansatzweise erkannt zu haben, dass wenige große eben besser sind, als viele verletzbare kleine. Jedoch die Abhängigkeit einer Meta schreckt viele selbst vor einer Kooperation ab. Jedoch scheint dies aktuell der einzige Weg zu sein, im Krieg zu bestehen. An einer einigen Front beißt man sich die Zähne aus, dass sollten sie doch sehen, denn sie bekommen doch selbst gerade zu spüren, wie das ist, wenn man jeden Tag gegen Felsen läuft! Resultat daraus ist, dass die Führungsspieler kritisiert werden, meist von Gelegenheitsspielern, die weitgehend ahnungslos sind, wie schwer dies alles zu organisieren ist. Kein Wunder also, wenn die Führungsspieler einer nach dem anderen das Handtuch werfen!
Versucht mal mir in eine Vision zu folgen. Ich sehe einige große Allianzen in 1-2 Reichen liegend. Sie halten so gut zusammen, dass nichts zwischen sie kommt. Es geht wirtschaftlich bergauf, auch moralisch. Es stoßen neue Spieler dazu. Feindangriffe können fast immer abgewehrt werden. Es bildet sich ein Gleichgewicht der Kräfte in The Arena. Keine Seite ist drückend überlegen, keine muss Angst haben überrannt zu werden. Es herrscht ein relativ normaler Alltag. Neue Allianzen werden in dieses Bündnis eingegliedert, der Mitgliederneid wird hinter uns gelassen. Ein Rat aus den Staatsoberhäuptern bzw. deren Vertretern lenkt die Verteilung der Spieler, Rüstungen und anderer Waren.
Und jetzt kommen wir aus dieser Vision, diesem Paradies zurück in das triestlose graue Jetzt. Na, was sagt ihr nun?
Ich hoffe, ich kann hiermit den einen oder anderen wachrütteln, bevor es zu spät ist für The Arena und auch die letzten Spieler dem Spiel den Rücken kehren! Es ist doch wohl auch im Interesse der Böse Seite, gegen ernstzunehmende Gegner anzutreten und nicht nur auf kleine zerbröckelnde am Boden liegende einzuschlagen, bei denen man nur die letzen Brotkrümel erbeuten kann, oder?
Ich würde mich gerne auch über Äußerungen hierzu freuen. Hoffentlich oder nicht, ist egal. Sollte ich diesen Text nur für mich geschrieben haben und er überhaupt keinen Anklang finden, so wird es gewiss auch der Letzte gewesen sein! Sayonara!
Kritiken, Fragen und Anregungen bitte als Leserbrief an die Redaktion oder an methusalem@gmx.at
Nach oben
|
Autor: Lara-Sophia

Meine Trine (Gladiatorin) ist aktiver bei TA seit Herbst 05. Wächter des Limbus, Silva Romae, Rude Boys, Tir Na Nog, Rude Boys, Copa - die Bruderschaft und Neu Avalon meine Wirkungsstätten.
Das Game ist eines meiner Hobbys, dient meiner Entspannung.
Ich bin zu TA durch meinen Sohn gekommen, bin 1963 geboren und freiberuflich/selbstständig tätig.
Druckversion


|